Ort, wo man auch Mensch sein kann

Markt / 24.11.2015 • 22:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Georg Burtscher (Russmedia Digital) mit den Referenten Kelly Robinson, Harald Dörler sowie Russmedia-GF Markus Raith. Foto: VN/Paulitsch
Georg Burtscher (Russmedia Digital) mit den Referenten Kelly Robinson, Harald Dörler sowie Russmedia-GF Markus Raith. Foto: VN/Paulitsch

VOL.AT Forum beleuchtete den Arbeitsplatz der Zukunft.

Klaus. (VN) Ein Gebäude, das die Mitarbeiter begeistert und ihnen wohltut – das war der Anspruch von Omicron zu Beginn der Planungen für den Erweiterungsbau. Das Klauser Unternehmen steht für ein Umfeld ohne künstliche Grenzen. Und so war Omicron-Personalleiter Harald Dörler nicht nur einer der Referenten beim VOL.AT Forum, das heuer unter dem Motto „Arbeitsplatz der Zukunft“ stand. Die Veranstaltung selbst fand ebenfalls bei Omicron statt. Gut die Hälfte der Belegschaft gehört bei Omicron zur sogenannten Generation Y, dem müsse man Rechnung tragen, sagt Harald Dörler. Diese suchen nach Unternehmen, deren Wertevorstellungen sich mit den eigenen decken. Nicht zuletzt deshalb wurden die Mitarbeiter nicht nur stark eingebunden, sondern konnten auch die Firmenwerte quasi selbst bestimmen. Insgesamt arbeiten in Klaus 25 Nationalitäten, die aktiv in die Firmenkultur integriert werden.

Die amerikanische Office-/Workplace-Designerin Kelly Robinson gestaltete die weltweiten Zentralen von SoundCloud, Airbnb, Couchsurfing und Headspace. Ein Ort, an dem der Arbeitnehmer auch Mensch sein und sich weiterentwickeln kann – so sollte für sie der zukünftige Arbeitsplatz aussehen. Dazu gehöre auch, dass niemals Geld allein der eigene Antrieb sein sollte. Im Mittelpunkt sollte immer die eigene Motivation und Gesundheit stehen, und man müsse einander mit Aufmerksamkeit begegnen.

Wie man mit außergewöhnlichen Büros die Kreativität der Mitarbeiter fördert, weiß Wolfgang Fasching-Kapfenberger, PR-Manager von Google Austria, zu berichten. Seit Jahren gilt der Suchmaschinenanbieter als Vorzeigeunternehmen. Wie man mit Innovation und Weiterentwicklung, aber auch mit Fehlern umgehen sollte, stand im Mittelpunkt seines Vortrages. Teeküchen und Treffpunkte wie Meetingräume können dabei dazu dienen, den Austausch zwischen den Abteilungen zu fördern. Dies ist nicht nur gut für die Stimmung, sondern kann auch Innovationen erst ermöglichen.

Russmedia-Geschäftsführer Markus Raith komplettierte den Speaker-Kreis und sprach über die Modernisierung der Büroräumlichkeiten am Hauptsitz Schwarzach. Ziel des Umbaus war es, ein kreatives Umfeld mit mehr Wohlfühlcharakter zu schaffen. Das Büro sollte die Kommunikation fördern und ein Gefühl von Zuhause vermitteln. Vorbild waren verschiedene Büros der Start-up-Szene im Silicon Valley, die eigenen Mitarbeiter wurden möglichst stark eingebunden.