Elektroautos legen im Land einen Gang zu

Markt / 12.04.2016 • 23:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Von den seit März bei den VKW geförderten E-Autos ist der Renault Zoe am beliebtesten.  Foto: VN/steurer
Von den seit März bei den VKW geförderten E-Autos ist der Renault Zoe am beliebtesten. Foto: VN/steurer

In Vorarlberg haben sich E-Auto-Verkäufe im ersten Quartal verdreifacht.

bregenz. (VN-reh) Die E-Mobilitätsstrategie des Landes sieht bis zum Jahr 2020 10.000 Elektroautos in Vorarlberg vor. Ein durchaus ambitioniertes Ziel, denn obwohl Vorarlberg im Bundesländervergleich aktuell den höchsten Anteil an E-Autos hat, ist dieser mit 2,3 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge durchaus noch steigerungsfähig. Zumindest gibt es nun aber einen Lichtblick, auch wenn man vom Höhepunkt im Jahr 2011, als dank Modellregionaspekt 270 Elektrofahrzeuge verkauft wurden, noch weit entfernt ist. Denn heuer wurden von Jänner bis März in Vorarlberg nach neuester VCÖ-Statistik mit 83 E-Autos dreimal so viele verkauft als noch im ersten Quartal des Vorjahrs. Somit fahren aktuell insgesamt über 600 Autos mit Strom durch Vorarlberg.

Die Gründe für das zunehmende Interesse liegen laut VCÖ-Experte Markus Gansterer einerseits an der größeren Anzahl an Modellen, die es am Markt gibt, und andererseits an der Steuerbegünstigung. Denn seit Jahresanfang können E-Autos, die als Firmenwagen angemeldet sind, bis zu einem Anschaffungswert von 40.000 Euro von der Vorsteuer abgesetzt werden, und Firmenwagen, die privat genutzt werden, sind zur Gänze vom Sachbezug befreit.

37 Privatautos gefördert

Aber auch bei den Privatkunden tut sich etwas. In Vorarlberg fördern die VKW derzeit aus Mitteln des Klima- und Energiefonds insgesamt 125 private Elektrofahrzeugkäufer mit je 4000 Euro. Die Resonanz ist sehr gut, sagt Christian Eugster von den VKW im VN-Gespräch. Seit dem Start der Aktion am 18. März habe man bereits 37 Anträge bestätigt. Klarer Beliebtheitssieger ist bislang der Renault Zoe (26). Dahinter folgen der VW e-Golf, der Mitsubishi i-MiEV mit den Schwestermodellen von Citroën und Peugeot sowie die Tesla-Modelle (je 3). Für die Förderung gelten drei Bedingungen: Zum einen muss das Fahrzeug für den Weg zur Arbeit benötigt werden. Das heißt, Wohn- und Arbeitsort dürfen nicht identisch sein. Zudem darf das E-Auto kein Zusatzfahrzeug sein, und es muss mit Ökostrom geladen werden.

Die Aktion läuft so lange, bis das Kontingent erschöpft ist. Das Ziel sei, so Eugster, die Zahl schon bis Ende des Jahres zu erreichen.

Von den seit März bei den VKW geförderten E-Autos ist der Renault Zoe am beliebtesten.  Foto: WErk
Von den seit März bei den VKW geförderten E-Autos ist der Renault Zoe am beliebtesten. Foto: WErk

Fakten

E-Autos in Vorarlberg

» Jänner bis März 2016: 83 neu zugelassen

» Gesamtjahr 2015: 90

VKW-Förderaktion für Private (Stand 12. 4. 2016)

» Renault Zoe (26), VW e-Golf (3), Citroen C-Zero/Peugeot i-On/ Mitsubishi i-MiEV (3), Tesla Model S/X (3), Mercedes B-Klasse electric drive (1), Nissan Leaf / E-NV200 (1)