VLM Airlines stellt Flugbetrieb ein

Markt / 22.06.2016 • 22:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Gastspiel in Friedrichshafen war nur ein kurzes. Foto: VLM
Das Gastspiel in Friedrichshafen war nur ein kurzes. Foto: VLM

Insolvenz beantragt. Sanierungsbemühungen kamen zu spät.

Friedrichshafen. (VN-reh) Es hätte so perfekt sein können. Nach der Pleite der Intersky wurde mit der VLM schnell eine Ersatzairline am Flughafen Friedrichshafen gefunden, die die innerdeutschen Strecken übernahm. Jetzt ist dieses Kapitel zu Ende geschrieben. Gestern hat der VLM-Aufsichtsrat den Gläubigerschutz zurückgezogen und Insolvenz beantragt. Der Flugbetrieb ist ab sofort eingestellt. Für das Restrukturierungsteam habe nicht ausreichend Zeit bestanden, heißt es aus dem Unternehmen. Zudem wurden Charteraufträge unerwartet storniert. „VLM bedauert sehr, diese Konsequenzen ziehen zu müssen. Letztlich kamen wir jedoch unausweichlich zu der Erkenntnis, dass die Sanierungsbemühungen seit Januar 2016 zu spät kamen, um die Airline dauerhaft restrukturieren zu können“, erklärt Hamish Davidson, Chief Executive Officer von VLM Airlines. Zahlreiche Piloten hätten wegen der Unsicherheit gekündigt und wichtige Charterkunden hätten sich nicht mehr getraut, Flüge zu buchen. Dabei war gerade das VLM-Streckennetz ab Friedrichshafen wesentliches Element der Unternehmenssanierung. „Wir sind überzeugt davon, dass sich die drei Strecken von Friedrichshafen nach Düsseldorf, Berlin und Hamburg profitabel betreiben lassen. Für VLM kam diese Chance jedoch zu spät, obwohl sich der Durchschnittsertrag pro Flug von und nach Friedrichshafen von Januar bis Juni 2016 mehr als verdoppelt hat“, so Davidson weiter.