Zentralbank tastet den Niedrigzins nicht an

21.07.2016 • 20:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Frankfurt. Kredite bleiben in der Eurozone extrem billig. Die Europäische Zentralbank legt zunächst nicht nach – trotz Brexit-Votum und andauernder Mini-Inflation – und lässt ihren Leitzins unverändert bei Null. Zudem verlangt die EZB 0,4 Prozent Strafzins von kommerziellen Banken, die Geld bei der Zentralbank parken, statt es zu verleihen. So sollen Bürger und Unternehmen möglichst leicht an Darlehen kommen.

Volkswirte hatten damit gerechnet, dass die Währungshüter erst einmal die Füße stillhalten. Angesichts der wachsenden Unsicherheit nach dem Nein der Briten zur EU wird die EZB Ökonomen zufolge ihre ultralockere Geldpolitik möglicherweise im September weiter lockern. Dann liegen auch die neuesten Prognosen zur Inflations- und Konjunkturentwicklung im Euroraum vor.

Seit Juni dieses Jahres kauft die Notenbank auch Unternehmensanleihen. Das milliardenschwere Kaufprogramm soll bis mindestens März 2017 laufen und notfalls darüber hinaus aufrechterhalten bleiben. Die Geldflut soll die Kreditvergabe ankurbeln und so Wachstum und Inflation anschieben.