Hilti&Jehle baut auf Wachstum

Markt / 22.07.2016 • 22:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Meusburger in Wolfurt vertraut auf Hilti&Jehle, freuen sich die Geschäftsführer Alexander Stroppa und Reinhard Moser.  Foto: VN/Hofmeister
Meusburger in Wolfurt vertraut auf Hilti&Jehle, freuen sich die Geschäftsführer Alexander Stroppa und Reinhard Moser.  Foto: VN/Hofmeister

Bauunternehmen mit guter Auftragslage, namhaften Industrie-Großprojekten und optimistischer Prognose.

Feldkirch. (VN-reh) Für Hilti&Jehle läuft es derzeit rund. In allen Sparten der in Vorarlberg und Tirol tätigen Baugruppe konnte das Wachstum des Geschäftsjahres 2014/15 von über fünf Prozent beibehalten werden. Nach einer Betriebsleistung von 85 Millionen Euro im letzten Konzernabschluss wird eine weitere leichte Steigerung erwartet. Die sehr gute Auslastung werde sich auch im Geschäftsjahr 2015/16 in einem weiteren Wachstum niederschlagen, berichten die beiden Geschäftsführer Alexander Stroppa und Reinhard Moser.

Im Industriebau konnte Hilti&Jehle zahlreiche namhafte Aufträge an Land ziehen. Unternehmen wie Meusburger in Wolfurt (Erweiterungsbau und neue Halle), Hirschmann in Brederis (neues Mitarbeiterzentrum und neue Halle) und Stark Spannsysteme (Neubau in Rankweil) vertrauen auf das Bauunternehmen. Zudem wurde Hilti&Jehle mit dem Spezialtiefbau für das neue Werk der Firma Blum in Dornbirn beauftragt. „Für uns ist es eine besondere Anerkennung, dass viele renommierte Industrieunternehmen im Land auf uns vertrauen“, ist Stroppa stolz. Auch beim Großprojekt Alpe Rauz ist man im Boot – diese neue Straßenverbindung am Arlberg soll bis zum Saisonstart fertiggestellt werden.

Neues Geschäftsfeld

Zudem wurde mit der Erweiterung in den Bereich Guss­asphalt ein neues Geschäftsfeld geschaffen. Vor allem BituTerrazzo® Böden sind im Dreiländereck sehr gefragt. Ein prominentes Beispiel dafür ist die Eingangshalle im Vorarlberg Museum in Bregenz. Den größten Gussassphaltauftrag der Firmengeschichte realisiert Hilti&Jehle derzeit im neuen Bürogebäude der Firma Doppelmayr, dort werden circa 3000 Quadratmeter Bodenflächen mit Gussasphalt ausgeführt.

Wichtiges Thema im Unternehmen ist auch das leistbare Wohnen. Aktuell wird die Wohnanlage Bergblick Bürs gebaut, die im Frühjahr 2017 übergeben wird und mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis punkten soll. Ab Herbst kommen neue Wohnbauprojekte in Feldkirch Tosters, Ludesch, Koblach und Feldkirch Böschenmahd dazu.

Geschäftsführer Alexander Stroppa geht aufgrund der Auftragslage davon aus, dass die Konjunktur mittelfristig das aktuelle Niveau halten wird.

50 neue Mitarbeiter

Weil die Prognosen auch künftig so optimistisch sind, soll das Unternehmen weiterwachsen. Die Zahl der Mitarbeiter ist im Vergleich zum vergangenen Geschäftsjahr von 570 auf aktuell 600 Beschäftigte gestiegen. 39 davon sind Lehrlinge. Die große Herausforderung für die Zukunft sieht man bei Hilti & Jehle allerdings im Facharbeitermangel. „Für ein weiteres Wachstum fehlen uns 30 bis 50 Mitarbeiter, vor allem Fachkräfte. Das Problem Facharbeitermangel wollen wir lösen, indem wir unsere künftigen Mitarbeiter vom Lehrling weg aus den eigenen Reihen entwickeln“, erklären Stroppa und Moser. Deshalb wird nun mit einem neuen, innovativen Ausbildungskonzept für Lehrlinge gestarte, um den jungen Menschen vielversprechende Perspektiven zu bieten.

Fakten

Hilti&Jehle

» Standort: Zentrale Feldkirch, Niederlassung in Ried im Oberinntal

» Betriebsleistung Geschäftsjahr 2014/15: 85 Mill. Euro

» Mitarbeiter: 600