Repräsentations- versus Werbeaufwand

Markt / 28.08.2016 • 20:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Dr. Peter Bahl
Dr. Peter Bahl

schwarzach. Ein selbstständiger Versicherungsagent machte in seiner Einkommensteuererklärung u. a. Betriebsausgaben für VIP-Karten für die Ski-WM geltend. Die Sitzplätze befanden sich in einem ab­geschlossenen

Kundenbereich, der von einer Versicherung

beworben wurde. Im VIP-Zelt wurden für die Gäste eigene Tische bereitgestellt. Die Kunden wurden in einer eigenen Liste fixiert.

Das Finanzamt versagte den Abzug als nichtabzugsfähige Aufwendung. In der Beschwerde gegen diese Entscheidung wurde die Werbewirkung beschrieben. Auch das Bundesfinanzgericht klassifizierte die Aufwendungen mit folgender Begründung als steuerlich nicht abzugsfähige Repräsentationsaufwendungen:

„Repräsentationsaufwendungen sind Aufwendungen, die zwar durch den Beruf des Steuerpflichtigen bedingt bzw. im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften anfallen, aber auch sein gesellschaftliches Ansehen fördern. Den Motiven, warum der Repräsentationsaufwand getragen wird, kommt keine Bedeutung zu – maßgeblich ist nur das äußere Erscheinungsbild“. Damit müsste laut diesem Gericht der Schluss gezogen werden, dass alle außergewöhnlichen Ereignisse bereits steuerlich nicht absetzbare Repräsentationen darstellen, da sie dem Steuerpflichtigen ermöglichen, sich zu „repräsentieren“.

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