Zumtobel stoppt Verkaufsgespräche

30.08.2016 • 20:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Von einer Schließung des Zumtobel-Werks im deutschen Usingen wären 156 Mitarbeiter betroffen. Foto: Zumtobel
Von einer Schließung des Zumtobel-Werks im deutschen Usingen wären 156 Mitarbeiter betroffen. Foto: Zumtobel

Keine Einigung mit Thomas Lorünser über Produktionswerk in Usingen.

Usingen. (VN) Ursprünglich wollte die Zumtobel Group ihr Werk im hessischen Usingen mit 156 Mitarbeitern schließen. Als Gründe nannte der Leuchtenkonzern damals die nicht zufriedenstellende Auslastung, hohe indirekte Produktionskosten und eine geringe strategische Relevanz der dort hergestellten medizinischen Versorgungseinheiten, die man aus dem Markt nehme. Dann einigte man sich darauf, Gespräche über einen Verkauf des Produktionsbetriebs zu führen. Verhandelt wurde mit Thomas Lorünser, der bereits 2013 vom Dornbirner Leuchtenhersteller die Ledon GmbH übernahm.

Nun hat Zumtobel die Verkaufsgespräche über das Usingen-Werk abgebrochen, wie der Konzern mitteilt. „Wir bedauern das Ende der Verhandlungen sehr. Alle Beteiligten und vor allem Thomas Lorünser haben während des gesamten Verhandlungsprozesses ihr Bestes gegeben und partnerschaftlich zusammengearbeitet“, sagt Christian Ranacher, Geschäftsführer der Zumtobel Lighting Deutschland. Auch nach intensiven Gesprächen hätten unterschiedliche Auffassungen über die Umsetzung des vorgelegten Businessplans bestanden. Man habe die Gespräche erfolgreich abschließen und die Zukunft des Werks sichern wollen, das sei aber leider nicht gelungen. Zudem hätten auch eine ungeklärte rechtliche Frage sowie das Ausbleiben wichtiger schriftlicher Garantien und Zusagen zum Scheitern der Verhandlungen geführt. Nähere Details könne er wegen einer Stillschweigevereinbarung nicht nennen, so Ranacher.

Nach Angaben des Geschäftsführers werden nun schnellstmöglich wieder Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen. Dabei stünden die alternativen Lösungsoptionen weiterhin im Mittelpunkt. Sollte sich bis zum Monatsende keine Alternativlösung abzeichnen, werde am 1. September eine Einigungsstelle zusammentreten, um über Zukunft bzw. Schließung des Standorts zu sprechen.