Keine leeren Blum-Container mehr

31.08.2016 • 17:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Blum verfügt in Dornbirn über einen eigenen Bahnanschluss. Hier werden die Container zum Versand beladen.  Foto: Blum
Blum verfügt in Dornbirn über einen eigenen Bahnanschluss. Hier werden die Container zum Versand beladen. Foto: Blum

Der Höchster Beschlägehersteller Blum realisiert ein Bahn-Rundlauf-Konzept.

Höchst. (VN) Nicht nur in der Produktion sorgt der Höchster Industriebetrieb für ressourcen- und umweltschonende Abläufe, nun wurde auch die Logistik optimiert. Keine leeren Container von den großen Nordsee-Häfen per Bahn zurück zu Blum zu schicken – das war der Anspruch des neuen Konzeptes, das seit Mai auf Schiene ist. Beteiligt an Entwicklung und Umsetzung des Bahn-Rundlauf-Konzeptes waren neben den Logistik-Experten von Blum in Höchst fünf wichtige  Logistik-Partner, nämlich Gebrüder Weiss Wolfurt, Rail Cargo, der Stahlanbieter Wuppermann und die zwei international agierenden Reedereien Hapag Lloyd und Independent Container Line Antwerpen (ICL).

Unter einem Hut

Blum beliefert Kunden weltweit über die norddeutschen Seehäfen und über Rotterdam und Antwerpen. Im Dornbirner Werk sorgt ein eigener Bahnanschluss dafür, dass die Beschläge ressourcenschonend per Container in die Häfen gelangen. Die Herausforderung: leere Container, die von Blum zum Beladen angefordert werden, mit Frachtgut zu füllen und so Leerfahrten zu vermeiden. Seit Mai ist man diesem Anspruch näher gekommen. Denn der Stahlanbieter und Blum-Lieferant Wuppermann nutzt die leeren Container, um seine Stahllieferungen aus den Niederlanden zu Blum ins Land zu transportieren.

Gebrüder Weiss und Rail Cargo sind mit eingebunden. „Diese maßgeschneiderte Lösung ist nicht nur kosteneffizient, sondern auch nachhaltig“, beschreibt Michael Kramer, Gebrüder Weiss, die Bedeutung des Konzeptes. Bei Rail Cargo (ÖBB) ist man vom Erfolg ebenso überzeugt. „Wir bieten die erste und einzige Zuganbindung nach Rotterdam an. Doch die Strecke steht und fällt mit der Auslastung“, schildert Christopher Mülle, Rail Cargo, die Herausforderung.