Tschechen übernehmen Mehrheit an Casinos

Markt / 03.01.2017 • 18:42 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wende in der Bieterschlacht um die Casinos Austria.

Wien. Nicht der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic, sondern eine tschechische Gruppe rund um die Milliardäre Karel Komarek und Jiri Smejc wird größter Eigentümer des teilstaatlichen Glücksspielkonzerns. Der Mühlenkonzern LLI und die Uniqa – beide gehören zum Raiffeisen-Reich – haben ihre Casinos-Austria-Anteile an die Tschechen verkauft. Die Tschechen halten nun durchgerechnet 34 Prozent an den Casinos Austria. Nachher kommen die staatliche Beteiligungsholding ÖBIB mit ihren 33,2 Prozent sowie Novomatic mit 17,2 Prozent. Weitere Eigentümer sind die ehemalige Kirchenbank Schelhammer & Schattera (jetzt Grawe-Gruppe) sowie kleinere private Aktionäre.

Eigentlich wollte Novomatic den Casinos-Alteigentümern insgesamt 40 Prozent ihrer Anteile abkaufen. Das Kartellgericht hat dazu aber im Sommer Njet gesagt – aus wettbewerbsrechtlichen Gründen dürfen die Niederösterreicher maximal 25 Prozent an den Casinos übernehmen. Novomatic hat gegen den Kartellgerichtsentscheid Rechtsmittel eingelegt. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat schon eine Entscheidung gefällt, die in den nächsten Tagen zugestellt wird.

Novomatic hält derzeit weiter 17 Prozent an den Casinos Austria – jene Aktien der MTB-Privatstiftung von Maria Theresia Bablik.