Wer braucht einen Onlineshop?

05.04.2017 • 17:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Neue Vertriebswege und Trends im digitalen Bereich: Kommunikationsexperte Martin Dechant im Gespräch.

Dornbirn. Die rasanten Entwicklungen im digitalen Bereich betreffen Unternehmen aller Sektoren und Größen. Im Handel stellt der Online-shop eine neue Herausforderung, aber vor allem auch Möglichkeit dar. Eingebettet in eine Kommunikationsstrategie, wie Martin Dechant, Geschäftsführer der PR-Agentur ikp Vorarlberg, im Interview erläutert.

Wie steht es um die Notwendigkeit von Onlineshops? Braucht jedes im Handel beheimatete Unternehmen einen Onlineshop?

Dechant: Das kann nicht pauschal beantwortet werden. Aus meiner Sicht als PR-Berater sollte in erster Linie jedes Unternehmen, das Handel betreibt, seine Kunden, aber auch seine möglichen Kunden kennen. Und sich in diese hineinversetzen können. Genauso sollten die wesentlichen digitalen Trends bekannt sein. Wichtig ist, heute bereits an morgen zu denken – denn die Entwicklungen schreiten mit großer Geschwindigkeit voran. Wer den Anschluss verpasst, kann nur noch schwer aufholen. Oder anders formuliert: Wenn die Konkurrenz schneller war, kann es zu spät sein.

Was gilt es bei der Umsetzung digitaler Anwendungen, sogenannter Tools wie eben Onlineshops, zu beachten?

Dechant: Egal, was ich in der Kommunikation oder im Vertrieb tue, ich darf nichts isoliert betrachten. Ein Onlineshop, der nicht besucht wird – da er nicht bekannt ist –, wird kaum funktionieren. Es gilt zusätzlich auf die Einbettung ins große Ganze, auf das Bekanntmachen des Unternehmens oder eines Produkts zu fokussieren. Wie erhalte ich Aufmerksamkeit? Wie kann ich digitale Trends zu diesem Zweck nutzen? Das ist heutzutage allerdings vom Unternehmen allein kaum mehr zu bewältigen. Da bedarf es strategischer Planungen und Umsetzungskonzepte.

Welche Trends der Online-kommunikation werden in den kommenden Jahren wesentlich sein?

Dechant: Alles dreht sich um Daten und ihre richtige Interpretation. Wir werden uns alle zunehmend auch mit analytischen Fragen beschäftigen müssen – Algorithmen spielen jetzt schon eine wesentliche Rolle. Das wird weiter steigen, allerdings werden dadurch auch Planbarkeit und Treffsicherheit zunehmen.