E-Fuels statt Elektromotoren bei ZF

10.04.2017 • 18:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Beim Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen sind weltweit rund 140.000 Mitarbeiter beschäftigt. Foto: ZF
Beim Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen sind weltweit rund 140.000 Mitarbeiter beschäftigt. Foto: ZF

Friedrichshafner Automotive-Riese setzt weiterhin auf Verbrennungsmotor.

Friedrichshafen. (VN) Der drittgrößte deutsche Autozulieferer ZF Friedrichshafen setzt auf ein verlängertes Leben des Verbrennungsmotors mit synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels): „Das wäre die sinnvollste Lösung, wahrscheinlich auch kommerziell“, sagte ZF-Vorstandschef Stefan Sommer dem „Tagesspiegel“ im Hinblick auf den Trend zur Elektromobilität. „Die Industrie würde Geld sparen und wettbewerbsfähig bleiben. Die Tankstellen-Infrastruktur ist auch schon da“, sagte Sommer. Die deutsche Bundesregierung hat vergangene Woche ein Förderprogramm für E-Fuels angekündigt, die klimaneutral aus erneuerbaren Energiequellen hergestellt werden, allerdings bisher zu nicht-wettbewerbsfähigen Preisen. ZF-Chef Sommer zufolge gäben die Kraftstoffe der Autoindustrie und ihren Zulieferern mehr Zeit beim Umstieg auf die Elektromobilität. „Wir könnten uns finanziell und intellektuell mehr mit der Digitalisierung und Automatisierung beschäftigen“, sagte Sommer dem „Tagesspiegel“.

Nach Ansicht des ZF-Chefs lässt sich der internationale Trend zur Elektromobilität dennoch nicht aufhalten, weil die Regulierung in den Markt eingreife, „obwohl der Markt Elektroautos bisher eigentlich gar nicht haben will“.