Gericht ebnet Weg für Airportausbau

10.04.2017 • 20:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wenn jetzt noch die EU den geplanten Förderungen zustimmt, soll der Allgäu Airport in Memmingen ausgebaut werden. Foto: AA
Wenn jetzt noch die EU den geplanten Förderungen zustimmt, soll der Allgäu Airport in Memmingen ausgebaut werden. Foto: AA

Ausbau des Flughafens Memmingen rückt ein großes Stück näher.

Memmingen. (VN-sca) Während der Bodensee Airport in Friedrichshafen mit einer zu geringen Auslastung zu kämpfen hat und noch immer wegen des Ausfalls der Intersky nach neuen Fluglinien sucht, die wichtige Verbindungen bedienen, plant der Nachbarflughafen in Memmingen den Ausbau. Immerhin 29 Verbindungen werden im neuen Sommerflugplan ab Memmingen gelistet. Auch die People’s Viennaline startet heuer ab Memmingen nach Neapel.

Im Konflikt um die Erweiterung ist nun ein weiterer Schritt getan. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat nun die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) zurückgewiesen. Damit ist der Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2013 bestandskräftig. „Dies ist ein wichtiges Signal für die Zukunft des Flughafens“, betont Airport-Geschäftsführer Ralf Schmid. Die Richter hatten im Juli 2015 sämtliche Klagen gegen einen Ausbau des Allgäu Airport abgewiesen. Die Einwände gegen die bereits im März 2013 vom Luftamt Südbayern genehmigten Pläne seien allesamt nicht haltbar gewesen, hatte damals das Gericht geurteilt und eine Revision nicht zugelassen. Dagegen hatten zwei Unterallgäuer Bürger eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde eingereicht.

„Wir hoffen“, so Schmid, „dass dieses Urteil nun auch das Votum in Brüssel beschleunigt.“ Denn noch immer wartet der Flughafen auf eine Entscheidung der EU-Wettbewerbskommission, ob der Freistaat Bayern das Vorhaben mit 12,2 Millionen Euro fördern darf. So lange kann nämlich nicht mit dem 17 Millionen Euro teuren Ausbau der Start- und Landebahn und des Instrumentenlandesystems begonnen werden.