Digitalisierung bedroht neun Prozent der Jobs

12.04.2017 • 20:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Die Digitalisierung der Wirtschaft und Arbeitswelt gefährde mittelfristig rund neun Prozent aller Jobs (360.000 Stellen) in Österreich. Auf Hilfsarbeiter und Handwerker entfallen gemeinsam über 50 Prozent der bedrohten Jobs. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) hervor. „Per Saldo könnte es sogar positive Effekte auf den Arbeitsmarkt haben“, sagte IHS-Chef Martin Kocher bei der Studienpräsentation. Die Auswirkungen seien weniger dramatisch als kolportiert. Die Einführung des PC habe im Saldo auch zu mehr Jobs geführt, erklärte Kocher. Aber auch nicht automatisierbare Jobs würden sich in den nächsten fünf bis 15 Jahren maßgeblich verändern, zum Beispiel gebe es immer mehr digitale Diagnoseunterstützung für Ärzte. Das Institut hat im Auftrag des Sozialministeriums die Effekte der Digitalisierung, Automatisierung und Industrie 4.0 auf den Arbeitsmarkt und die einzelnen Berufsgruppen untersucht.