Meischberger schießt gegen Hypo

18.04.2017 • 17:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Walter Meischberger beteuert seine Unschuld.  Foto:APA
Walter Meischberger beteuert seine Unschuld.  Foto:APA

Ex-FPÖ-Mann macht der Hypo Vorarlberg schwere Vorwürfe.

Wien, Bregenz. (VN-sca) Die Causa beschäftigt Österreich seit 2009 und begann im Jahr 2003. Damals verkaufte Finanzminister Karlheinz Grasser rund 60.000 Bundeswohnungen der Buwog. Bei Ermittlungen zur Pleite der Constantia Privatbank kam 2009 durch Zufall ans Licht, dass  Provisionszahlungen an PR-Berater Peter Hochegger und Ex-FPÖ-Politiker Walter Meischberger in Millionenhöhe erfolgten, die der Steuer entzogen wurden.

Und um diese Millionen geht es nach wie vor: Er hätte gerne Steuern bezahlt, so Maischberger am Wochenende in der Zeitung „Der Standard“, doch die Hypo Vorarlberg und ihre Liechtensteiner Dependance habe ihn und den Staat getäuscht. Es überrasche ihn, „dass nach derzeitiger Ansicht der Finanzbehörde die empfohlene Konstruktion nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprach“. Das habe sein Anwalt auch der Landesregierung mitgeteilt. Die Hypo hat außerdem die Villa des Lobbyisten kreditfinanziert, die er inzwischen abgeben musste. Aus Kreisen der Hypo-Bank ist zu hören, dass es nun an Meischberger liege, für Transparenz zu sorgen. Bis dahin schweigt Hypo-Chef Michel Haller: „Der Vorstand der Hypo Vorarlberg darf sich leider aufgrund des Bankgeheimnisses dazu nicht äußern.“ Doch davon ist derzeit nicht auszugehen.