Rückenwind für Bachmann

18.04.2017 • 20:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bernhard Zangerl, Geschäftsführer bei Bachmann Electronic, rechnet weiterhin mit Aufwind. Foto: VN/Paulitsch
Bernhard Zangerl, Geschäftsführer bei Bachmann Electronic, rechnet weiterhin mit Aufwind. Foto: VN/Paulitsch

Feldkircher Automatisierungsspezialist Bachmann mit zweitbestem Umsatz der Firmengeschichte.

Feldkirch. (VN-sca) Die Zeichen stehen gut für das Hightechunternehmen Bachmann. Die von den Feldkirchern bearbeiteten Geschäftsfelder, etwa die Ausstattung von Windenergieanlagen mit elektronischer Steuerung, haben Rückenwind, Das soll auch weiterhin so bleiben. „Wir erwarten, dass die Nachfrage weiter steigen wird. Die Vernetzung und Automatisierung von Energieanlagen und Produktionsmaschinen nimmt in Zukunft exponentiell zu“, sagt der Geschäftsführer Bernhard Zangerl bei der Präsentation der Bilanz des Jahres 2016, die am Umsatzrekord kratzte. Mit 68,3 Millionen Euro liegt der Umsatz nur knapp unter der im Jahr 2010 erzielten Rekordmarke von 70,4 Millionen Euro.

Weltmarktführer

Die Firma, 1970 von Gerhard Bachmann in der elterlichen Garage gegründet, ist mit einem Anteil von über 50 Prozent Weltmarktführer mit mehr als 90.000 installierten Steuerungen für Windenergieanlagen. Weitere Geschäftsfelder sind der Kraftwerksbau, Maschinenbau und die Marine. Die Steuerungen, die zu 100 Prozent im Feldkircher Hauptquartier hergestellt werden, sind weltweit im Einsatz, wobei sich der Absatz im abgelaufenen Geschäftsjahr besonders in Europa und Indien gut entwickelt hat. Die gute Geschäftslage zeigt sich auch an der Zahl der Beschäftigten. Besonders in der „strategischen Kernressource“ legte Bachmann zu: nämlich bei den Mitarbeitern. Um fünf Prozent sprang die Beschäftigtenzahl auf 459, davon arbeiten 348 in Vorarlberg.

„Fähige, engagierte Fachkräfte werden zusehends zum Differenzierungsmerkmal im weltweiten Wettbewerb“, ist Zangerl überzeugt. „Um die zu bekommen und zu binden, müssen wir ein attraktives Umfeld und spannende Aufgaben in zukunftsorientierten Themenfeldern anbieten können.“ Ein Vorhaben, das offensichtlich im vergangenen Jahr aufgegangen ist: Für den Ausbildungsstart im Herbst konnten alle Lehrstellen besetzt werden. Der Frauenanteil im Unternehmen beträgt knapp 30 Prozent und erstreckt sich auf alle Führungsebenen. So stehen zum Beispiel die Produktionsabteilung und das Finanzwesen unter weiblicher Leitung, berichtet Zangerl. Die Mitarbeiterzahl dürfte weiter steigen: Derzeit sucht das Unternehmen Fertigungstechniker, Softwareentwickler, Mechanik-Konstrukteure und Produktmanager beiderlei Geschlechts.

Guter Standort

Vorarlberg biete einem Hidden Champion wie Bachmann Electonic einer ist, gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen und mit der Lehre ein sehr gutes Ausbildungssystem. „Beides sind Schlüsselfaktoren für unseren Erfolg“, so Zangerl. Die Verwurzelung in der Region ist ein entscheidender Vorteil: „Wir sind groß genug, um ein verlässlicher Partner zu sein und nicht morgen vom Platz gefegt werden zu können. Gleichzeitig sind wir klein und wendig, um Innovationen schnell voranzutreiben und Entwicklungen proaktiv anzugehen.“

Bachmann Fakten

» Gesellschafter: Gerhard Bachmann

» Geschäftsführung: Bernhard Zangerl, Werner Elender

» Umsatz 2016: 68,3 Millionen Euro (-0,9 %)

» Export: 98 %

» Beschäftigte in Vorarlberg:
348, an anderen Standorten 111