Technischer Fortschritt ist bester Kopierschutz

21.04.2017 • 17:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stefan Baldauf und Rudolf Blank von b2 electronic bieten innovative Prüftechnik für weltweite Energieversorger.  Foto: Firma
Stefan Baldauf und Rudolf Blank von b2 electronic bieten innovative Prüftechnik für weltweite Energieversorger.  Foto: Firma

Die mehrfach patentierten Messgeräte von b2 electronic bewähren sich weltweit.

Klaus. (VN) Seit dem Jahr 2001 arbeitet der in Klaus beheimatete Technologiebetrieb b2 electronic im Bereich der Kabelprüfung für die weltweit führenden Energieversorger. Das von Stefan Baldauf und Rudolf Blank gegründete und geführte Elektronikunternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Hochspannungsprüfsysteme zur einfachen Kabelprüfung, Kabeldiagnose und Isolierölprüfung. „Dank jahrelanger Entwicklungserfahrung und dem ständigen Austausch mit unseren Kunden setzen wir in den Bereichen Gewicht, Größe, Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit unserer Geräte neue Maßstäbe. Einen speziellen Stellenwert hat auch das Thema Sicherheit im Hochspannungsbereich, da hier Fehler schwerwiegende Folgen haben können“, verdeutlicht Rudolf Blank die unternehmerische uind technische Herausforderung.

Patentanwalt ist enger Partner

Dass die innovativen Techniken und Produkte von b2 electronic auch das Interesse der Mitbewerber wecken, ist naheliegend. Dementsprechend wichtig ist eine maßgeschneiderte Schutzstrategie für die eigenen Neuheiten. Durchschnittlich eine bis zwei Patentanmeldungen pro Jahr reicht b2 electronic bei Patentämtern in verschiedensten Ländern ein, mit Fokus auf Europa, die USA, Kanada und China. Aktuell sind sieben Schutzpatente aufrecht und zwei in der Anmeldephase. Die Aufrechterhaltung der angemeldeten Patente kann jedoch sehr kostspielig sein, weshalb ein ständiges Abwägen der Sinnhaftigkeit notwendig ist. Eine Patentanmeldung selbst zu schreiben, ist nicht empfehlenswert, wie Baldauf verdeutlicht: „Die Formulierung des Patents setzt sehr viel juristisches Wissen und Erfahrung voraus, hinzu kommt bei internationalen Anmeldungen die nicht zu unterschätzende Sprachbarriere. Je nach Formulierung kann eine schutzrechtliche Lücke geschlossen werden, oder überhaupt erst entstehen. Eine intensive Zusammenarbeit mit einem Patentanwalt ist deshalb definitiv sinnvoll.“

Klagen sind aufwendig

Zusätzlich behält b2 electronic sämtliches Wissen bewusst firmenintern, alle Prozessschritte werden selbst abgewickelt. „Der beste Schutz ist und bleibt aber das stetige Verbessern und Weiterentwickeln der Produkte. Insbesondere, weil das Sanktionieren von Patentverletzungen in vielen Ländern sehr langwierig und kostenintensiv ist“, verdeutlicht Blank die Strategie der Technologiefirma. Der Patentinhaber muss immer den Nachweis über Art und Umfang der Verletzung erbringen, was oft mit einem hohen Aufwand verbunden ist.

Schutzrechttipps

Der Patentanwalt ist Spezialist für den gewerblichen Rechtsschutz und unterstützt bei Recherchen zum Stand der Technik, der Ausarbeitung und Einreichung von Schutzrechtsanmeldungen, der Überwachung und Verteidigung erteilter Schutzrechte und bei Lizenzen. Die Zulassung dafür setzt eine juristische Ausbildung und ein technisches oder mathematisch-naturwissenschaftliches Studium voraus. Vorarlbergs einzige Patentanwaltskanzlei ist Hofmann & Fechner, die monatlich eine kostenlose Erstberatung bei der WISTO durchführt.