Volksbank findet wieder zurück in die Erfolgsspur

Markt / 25.04.2017 • 20:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In der Volksbank Dornbirn am Marktplatz entsteht die Flagship-Filiale für Private Banking.  Foto: VBV
In der Volksbank Dornbirn am Marktplatz entsteht die Flagship-Filiale für Private Banking.  Foto: VBV

Nach schweren Jahren konnte die Volksbank Vorarlberg 2016 ein gutes Ergebnis erzielen.

Rankweil. Die Volksbank Vorarlberg Gruppe mit Hauptquartier in Rankweil erzielte trotz herausfordernder Bedingungen im vergangenen Jahr ein respektables Ergebnis. Das Konzernergebnis vor Steuern betrug 3,9 Millionen Euro nach minus 8,86 Millionen im Jahr 2015. Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Jahr 2015 geringfügig um 0,81 Prozent auf 2,42 Millionen.

Kapitalzuschuss für Schweiz

Ganz einfach war das nicht, kam den Rankweilern doch ein Betrugsfall in der Volksbank Schweiz mit fast elf Millionen Euro Schadenssumme in die Quere.  Trotz des im März 2016 aufgedeckten Kriminalfalles konnte das Ergebnis realisiert werden. Die 100-Prozent-Tochterbank soll dennoch verkauft werden. „Damit können wir uns zukünftig stärker auf den Kernmarkt Vorarlberg und das angrenzende Liechtenstein konzentrieren“, betont Vorstandsvorsitzender Gerhard Hamel im Gespräch mit den VN.

Die internationale Rating­agentur Fitch bewertet die gesamte Volksbanken-Gruppe mit „BBB-“. Dank der soliden Eigenmittelausstattung sei man bestens abgesichert: Die anrechenbaren Eigenmittel betragen 164 Mill. Euro. Die Kernkapitalquote beträgt 10,57 Prozent, die anrechenbaren Eigenmittel der Volksbank Vorarlberg Gruppe liegen bei 13,33 Prozent der Bemessungsgrundlage und damit wieder deutlich über der gesetzlichen Mindestanforderung. Beim Elite Report wurde die Volksbank Vorarlberg Gruppe außerdem zum mittlerweile achten Mal in Folge mit der Höchstnote „summa cum laude“ ausgezeichnet. „Einmal mehr eine Bestätigung für unsere ausgezeichnete Vermögensverwaltung“, zeigt sich Hamel erfreut.

Neustrukturierung läuft

Auch die 2015 begonnene interne Neustrukturierung und das neue Vertriebskonzept der Rankweiler Banker zeigt Wirkung: Die Zusammenlegung der Filialen in Nüziders, Frastanz und Höchst mit benachbarten Filialen habe es ermöglicht, moderne Beratungszentren zu installieren. „Trotz der gesteigerten Nachfrage nach Digitalisierung beobachten wir gleichzeitig eine höhere Nachfrage nach persönlicher Beratung“, sagt Hamel. Weitere Neuerungen betreffen den Neubau der Filiale in Schruns sowie die für Sommer 2017 geplante Eröffnung der neuen Flagship-Filiale für Private-Banking-Kunden am Dornbirner Marktplatz. In der Filiale in Dornbirn-Schoren konzentriert man sich im neuen Beratungscenter auf die Privat- und Firmenkunden.

14.000 Genossenschafter

Die Bank zählt inzwischen über 14.000 Genossenschaftsmitglieder, Tendenz stark steigend. Loyalität und Vertrauen der Kunden und Mitglieder seien groß, so der Bank-Chef: Die Sicht- und Termineinlagen erhöhten sich nämlich gegenüber 2015 um 25,2 Mill. auf 1697,3 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt in der Unternehmenspolitik ist die Nachhaltigkeit. Die Volksbank Vorarlberg setzte 2016 als erste Bank Österreichs im Private Banking auf eine vollumfängliche nachhaltige Anlagestrategie. Im Nachhaltigkeitsbericht der Volksbank Vorarlberg, der demnächst veröffentlicht werden soll, seien alle bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen angeführt, so Hammel.

Unsere Kernkapitalquote ist wieder deutlich über der gesetzlichen Mindestanforderung.

Gerhard Hamel

Volksbank Vorarlberg

» Vorstand: Gerhard Hamel (Vorsitzender), Helmut Winkler

» Bilanzsumme: 2,42 Mrd. Euro

» Forderungen an Kunden:
1,74 Mrd. Euro

» Verbindlichkeiten gegenüber Kunden: 1,7 Mrd. Euro

» Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit: 3,92 Mill. Euro

» Eigenmittelquote: 13,33%

» Mitarbeiter: 438