Norsk Hydro will 100 Sapa-Prozent

Als Norsk Hydro ASA und Orkla ASA 2013 fusionierten, entstand Sapa. Nun will Norsk Hydro alles.
Nenzing. (VN) Noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern, aber alles sieht danach aus, dass Norsk Hydro wieder Herr bei Sapa Extrusion Nenzing wird. Das norwegische Unternehmen hat nämlich die Absicht bekannt gegeben, die 50 Prozent Anteile von Orkla zu übernehmen. Aktuell laufen die kartellrechtlichen Prüfungen.
Sapa Nenzing ist Qualitäts- und Leistungsführer kundenspezifischer Aluminiumprofile in Europa. Seit dem Jahr 2013 ist das Unternehmen Teil eines 50/50-Joint-Ventures zwischen Orkla und Hydro. Vergangene Woche haben sich die Eigentümer geeinigt, dass Norsk Hydro den 50-prozentigen Anteil von Orkla erwirbt und damit alleiniger Eigentümer von Sapa wird. Das ist allerdings abhängig vom Ausgang der kartellrechtlichen Prüfungen. Ist dieser positiv, kann die Transaktion voraussichtlich im vierten Quartal 2017 abgeschlossen werden. Bis dahin läuft bei Sapa in Nenzing aber alles weiter wie gehabt, erklärt Geschäftsführer Manfred Rotschne: „Die bekannt gewordene Klärung des Eigentumsverhältnisses führt aus unserer Sicht zu mehr Sicherheit für unseren Standort und unsere Mitarbeiter. Ob sich hierdurch unser Firmenname ändert, wird sich noch zeigen. Eine erneute Umfirmierung zurück zu Hydro ist aber nicht ausgeschlossen.“
Die Änderung der Eigentumsverhältnisse werde sich positiv auf das Unternehmen auswirken: „Unsere Kunden werden auf ein noch stärkeres Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk zugreifen können und von einer vollumfassenden Kompetenz in der Aluminiumbranche profitieren.“