Wirtschaft Aktuell

Zentralbankchef festgenommen
Riga Der lettische Zentralbankchef Ilmars Rimsevics ist nach einer Befragung durch die Antikorruptionsbehörde festgenommen worden. Am Freitag hatten Ermittler die Wohnung und das Büro des Zentralbankchefs durchsucht. Grund dafür sei Korruptionsverdacht gewesen.
Italiens Frächter machen Druck
Rom Italiens Frächter machen Druck auf die Regierung in Rom für einen Gang nach Brüssel gegen die Lkw-Blockabfertigung. Diese soll den Schwerlastverkehr von Deutschland kommend durch Tirol auf 250 bis 300 Fahrzeuge pro Stunde dosieren. Der Südtiroler Thomas Baumgartner, Präsident des Frächterverbands Anita, warnt vor „gravierenden Folgen für den italienischen Export“. Mit Unverständnis reagiert Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) darauf. „Wir haben in den vergangenen Tagen bereits mehrfach betont, dass die Blockabfertigung hält, daran gibt es nichts zu rütteln.“ Dass die Blockabfertigungen mit dem europäischen Gesetz vereinbar sind, sei bereits mehrfach bestätigt worden.
Projekt Tomate
München Deutschlands größter Agrarhandelskonzern Baywa will den Bau von Gewächshäusern zu einem Geschäftsfeld machen. Die erste Anlage mit zehn Hektar geht in diesem Jahr in Abu Dhabi in Betrieb, dort sollen jährlich 5000 bis 6000 Tonnen Tomaten für den lokalen Markt produziert werden. Mittlfristig sollen bis zu 300 Millionen Euro in den Bau von Gewächshäusern investiert werden, die dann weiterverkauft werden.
Griechenland erholt
Athen Die Ratingagentur Fitch sieht Griechenland auf einem guten Weg und beurteilt die Kreditwürdigkeit positiver. Das Rating sei von „B-“ auf „B“ angehoben worden. Der Ausblick ist „positiv“, damit sind weitere Verbesserungen der Einstufung möglich. Mit der neuen Bewertung bewegt sich das Land zwar immer noch im „Ramsch“-Bereich, wird also weiter von konservativen Anlegern gemieden. Allerdings ist es nun nur noch zwei Stufen von der mildesten Ausprägung dieser Anlageklasse entfernt.
Industrie-Wandel
München Die Einschnitte im Kraftwerksgeschäft von Siemens sind aus Sicht von Konzernchef Joe Kaeser nur ein Vorgeschmack auf die Folgen des tiefgreifenden Wandels der Industrie. „Das, was wir bei uns heute an Strukturveränderungen im fossilen Energieerzeugungsumfeld bewältigen, das wird in fünf bis zehn Jahren im Vergleich zu den Auswirkungen der industriellen Digitalisierung eher als Randnotiz gewertet werden müssen.“
US-Strafzölle
Washington Die USA erwägen zum Schutz ihrer Wirtschaft hohe Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Aluminium und Stahl spielen in den USA eine große Rolle für die Rüstungsindustrie.