Doppelmayr führt Olympia-Tradition fort

Markt / 09.04.2018 • 20:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bereits nach Sotschi (Russland) lieferte Doppelmayr Seilbahnen (im Bild eine 8er-Gondelbahn). Doppelmayr
Bereits nach Sotschi (Russland) lieferte Doppelmayr Seilbahnen (im Bild eine 8er-Gondelbahn). Doppelmayr

Auftrag über neun Seilbahnen für die Olympischen Winterspiele in Peking 2022.

Peking Die Olympia-Tradition von Doppelmayr geht in die nächste Runde. Denn der Seilbahn-Weltmarktführer ist auch bei den nächsten Olympischen Winterspielen in Peking im Jahr 2022 dabei. Konkret sollen alle neun neuen Seilbahnen, die im Yanqing National Alpine Ski Center gebaut werden, aus Wolfurt kommen. Die Liftanlagen in olympischen Skiorten zu bauen, ist für Doppelmayr an sich nichts Neues, sondern hat vielmehr Tradition. Wie unlängst bei Olympia im südkoreanischen Pyeongchang, wo 22 Doppelmayr-Seilbahnen stehen. Zuvor lieferte der Seilbahnhersteller bereits 35 Anlagen ins russische Sotschi sowie nach Salt Lake City, Turin oder Vancouver.

Vertragsunterzeichnung in Peking

Nun setzt auch Peking auf Doppelmayr. Der Vertrag für den Auftrag wurde anlässlich der Wirtschaftsdelegationsreise nach China im Beisein von Bundespräsident
Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz in Peking unterzeichnet.

Yanqing ist einer von drei Austragungsorten der Olympischen Winterspiele und liegt rund 74 Kilometer nordwestlich von Peking. Dorthin soll bis zur Eröffnung eine Schnellzugverbindung führen. In Yanqing, wo auch das olympische Dorf und das Medienzentrum stehen sollen, finden die alpinen Ski- sowie die Bob- und Rodelbewerbe statt. Unter den insgesamt neun Seilbahnanlagen, die Doppelmayr dort bis Herbst 2019 errichtet, sind fünf kuppelbare 8er-Gondelbahnen, zwei kuppelbare 6er-Sesselbahnen mit Bubble und zwei fixe 4er-Sessellifte.

„Großartiger Auftrag“

Für Doppelmayr-Gesamtvertriebsleiter Alexander Klimmer ist der Auftrag schlichtweg „großartig“, wie er bei der Vertragsunterzeichnung bemerkte. „Wir freuen uns, für dieses sportliche Großereignis aufs Neue unsere Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen zu dürfen.“

Trotz großer Projekte im urbanen Bereich sowie in touristischen Sommerdestinationen bleibt der Wintersport nach wie vor Hauptumsatzbringer für Doppelmayr. Konkret werden aktuell rund zwei Drittel des Umsatzes mit dem Winter erzielt. Und Peking passt auch geografisch sehr gut. Schließlich liegen die Zukunftsmärkte für den Seilbahnhersteller, wie Michael Doppelmayr unlängst betonte, vor allem in Ländern „rechts von Moskau bis zum Japanischen Meer“.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2016/17 erzielte der Wolfurter Seilbahnhersteller Doppelmayr mit 2720 Mitarbeitern einen Umsatz von 801 Millionen Euro. VN-reh

„Für Doppelmayr ist der Auftrag für Olympia und das erneute Vertrauen großartig.“

Auch zahlreiche Vorarlberger Unternehmer und Vertreter Vorarlberger Firmen nehmen an der Delegationsreise teil.
Auch zahlreiche Vorarlberger Unternehmer und Vertreter Vorarlberger Firmen nehmen an der Delegationsreise teil.