Transgourmet-Neubau hat Problem mit der Höhe

Ärger vor Eröffnung: Teilweise Abweichung von Baubescheid.
Schwarzach Die Transgourmet-Baustelle in Schwarzach geht in die finale Phase: Mitte Mai soll eröffnet werden, allerdings stimmt der Neubau in mehreren Bereichen nicht mit der Baubewilligung überein. Wie aus einer Veröffentlichung der BH Bregenz hervorgeht, stelle sich die aktuelle Situation so dar, „dass die Detailausführung nicht in allen Belangen mit dem Bescheid der zugrunde gelegten Projektunterlagen übereinstimmt“. Transgourmet Österreich sei deshalb von der BH Bregenz aufgefordert worden, um die baurechtliche Bewilligung der angeführten Planabweichungen anzusuchen. Dabei gehe es um eine rechtliche Sanierung des Bestandes. Das Unternehmen hat dieses Ansuchen dann Mitte März 2018 folglich auch gestellt.
Im Kern geht es um mehrere bauliche Änderungen, die nicht der aktuellen Baubewilligung entsprechen: So seien Teile des Gebäudes im Bereich der Attika-Oberlichten um etwa einen halben Meter höher als ursprünglich angegeben. Die Deckenbereiche zwischen den Oberlichten seien um rund einen Meter höher als geplant ausgefallen. Sie würden so „geringfügig“ den Schutzstreifen der dort vorbeiführenden 110-kV-Freileitung tangieren. Durch eine Verbreiterung des überhöhten Deckenbereiches im Lagertrakt um eine Achse tangiere die durchgezogene Attika hier ebenso den Schutzstreifen der 110-kV-Leitung. Zudem sei das Gesamtprojekt durch die Verkürzung einer Fassadenkante um mehr als 130 Quadratmeter geringer ausgefallen. Insgesamt listet die BH 16 Punkte auf, die einer rechtlichen Sanierung bedürfen. Eine Verhandlung ist für Anfang Mai anberaumt.
Standortgeschäftsleiter Manuel Gohm bestätigt, dass man sich in einem entsprechenden Verfahren befinde, wo es um die rechtliche Sanierung der Baubewilligung für den Neubau gehe. Es hätten sich im Laufe der Bautätigkeiten mehrere Änderungen ergeben, nicht zuletzt auch aufgrund der Topografie des Grundstückes. Darüber sei man in Kontakt mit der Baubehörde gestanden und habe alle Änderungen dokumentiert. Neben mehreren kleineren Änderungen habe es aber in Teilbereichen eben auch geänderte Gebäudehöhen gegeben. Das müsse jetzt neu verhandelt und bewilligt werden. Die Eröffnung des neuen Standortes sei unabhängig davon für Mitte Mai geplant.
Verwaltungsstrafe droht
Doch mit der neuen Bauverhandlung und einer angepassten Baubewilligung dürfte die Sache vermutlich noch nicht vom Tisch sein. Das Baurecht sieht entsprechende Verwaltungsstrafen vor, sofern die Verstöße von nennenswerter Bedeutung sind.
Für den Gastronomie-Großmarkt mit einer Nutzfläche von fast 15.000 Quadratmeter investiert Transgourmet 22 Millionen Euro.