Zwei Millionen Tonnen

03.05.2018 • 20:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Karl Loacker, Geschäftsführer Loacker Reycling, ist mit dem Geschäftsjahr zufrieden und investiert auch heuer Millionen in die Vorarlberger Standorte. VN/Hartinger
Karl Loacker, Geschäftsführer Loacker Reycling, ist mit dem Geschäftsjahr zufrieden und investiert auch heuer Millionen in die Vorarlberger Standorte. VN/Hartinger

Loacker Recycling erfolgreich. Häusle wird komplett integriert.

Götzis Die Loacker-Gruppe hat im Vorjahr rund zwei Millionen Tonnen Eisenschrott, NE-Metalle sowie Wertstoffe (Glas, Papier, Kunststoff etc.) bewegt. Den Löwenanteil des Umsatzes erzielt die Gruppe nicht am Firmensitz in Vorarlberg, sondern im Ausland. Denn von den 705 Millionen Euro Umsatz entfallen gerade einmal 152 Millionen Euro auf Kunden in Österreich. Das entspricht einem Inlandsanteil von rund einem Fünftel. Loacker Recycling ist in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie in Ungarn und der Slowakei tätig. Zur Gruppe gehören 28 Unternehmen mit 43 Betriebsstätten. Gegenwärtig werden insgesamt 1300 Mitarbeiter beschäftigt, davon rund 500 in Vorarlberg. 2017 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 705 Mill. Euro, ein Plus von 35,1 Prozent gegenüber 2016.

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass darin auch die vollständige Übernahme der Firma Häusle im Juni 2017 inkludiert ist, wo Loacker seine Anteile von vormals 42 Prozent auf jetzt 100 Prozent aufstockte. Allein darauf entfallen 70 Millionen Euro an zusätzlichem Umsatz beziehungsweise 13 Prozentpunkte des Wachstums im Vorjahr. Und auch bei den anderen 22 Prozentpunkten müssten stark gestiegene Preise für Eisenschrott- und NE-Metalle berücksichtigt werden. Trotz der Einschränkungen: Ohne Nennung von Detailzahlen berichtet Karl Loacker, dass 2017 das beste Geschäftsjahr in der 142-jährigen Geschichte des Unternehmens gewesen sei. 

Aktiv war das Unternehmen auch in Sachen Häusle. Per 30. September 2018 verschwinde der Name ‚Häusle‘ zur Gänze und einen Tag später sei Häusle dann auch kein eigenständiges Unternehmen mehr, sondern eine Loacker-Betriebsstätte. Noch im Mai werde die Sanierung der beanstandeten Böden in Lustenau abgeschlossen. In Götzis wird indes weiter investiert: Der positive Bescheid für die Erweiterung der bestehenden Wirbelstromanlage sei ausgestellt worden. Sie soll noch heuer um rund zwei Mill. Euro ausgebaut und modernisiert werden. Gleichzeitig soll das neue Kundencenter installiert werden, außerdem wird nach Bezug des neuen Verwaltungsgebäudes ein weiteres Gebäude vis-à-vis der Hauptwaage entstehen.