Fosun hält nun 58 Prozent bei Wolford

11.05.2018 • 16:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Fosun-Chef Guo Guangchang ist nun auch Herr in der Bregenzer Wolfordstraße. FA/FI
Fosun-Chef Guo Guangchang ist nun auch Herr in der Bregenzer Wolfordstraße. FA/FI

Aktionäre nahmen Pflichtangebot an – weitere sieben Prozent für Fosun.

Bregenz, Wien Der Anteil des chinesischen Investors Fosun am Bregenzer Strumpf- und Wäschehersteller Wolford ist durch das Pflichtangebot um 7,17 Prozent gestiegen – von 50,87 auf 58,05 Prozent. Das gab das an der Wiener Börse notierte Unternehmen am Freitag in einer Pflichtmitteilung bekannt.

Nachfrist bis 9. August

Innerhalb der Nachfrist bis zum 9. August können Aktionäre ihre Anteilsscheine weiterhin für 13,77 Euro pro Aktie an Fosun verkaufen. Die Anfang März bekannt gegebene Mehrheitsübernahme von Wolford durch die chinesischen Investoren ist seit Kurzem vollzogen (die VN berichteten). Fosun hatte die Anteile von der WMP Familien-Privatstiftung, Sesam Privatstiftung und M. Erthal & Co. Beteiligungsgesellschaft m.b.H. sowie von nahestehenden natürlichen Personen um 12,80 Euro je Aktie gekauft. Wolford war über Monate auf der Suche nach einem Investor. Das in Turbulenzen geratene Unternehmen, das rund 1500 Mitarbeiter, davon allein rund 700 am Standort Bregenz, beschäftigt, hat zuletzt Verluste geschrieben.

Die Fosun-Übernahme bringt dem Wäschehersteller dringend benötigtes frisches Geld. Vergangene Woche wurde bei einer außerordentlichen Hauptversammlung nicht nur die Erhöhung des Grundkapitals von 36,35 Millionen auf 48,85 Millionen Euro durch die Ausgabe von 1,719.151 neuen Stammaktien beschlossen, sondern auch der Aufsichtsrat neu geordnet. Der neu konstituierte Aufsichtsrat der Wolford AG wählte nach der außerordentlichen Hauptversammlung Junyang Shao zur Aufsichtsratsvorsitzenden und Thomas Dressendörfer zum Stellvertreter der Aufsichtsratsvorsitzenden.