In den Shredder kommt Bewegung

15.05.2018 • 20:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Loacker Recacling wurde bereits im Jahr 1876 gegründet. VN/Steurer
Loacker Recacling wurde bereits im Jahr 1876 gegründet. VN/Steurer

Kapazitätserweiterung: Loacker Recycling bereit UVP-Verfahren vor.

Götzis Mit einer modernen Shredderanlage können über 80 Prozent eines Autos wiederverwertet werden. Vom Recyclinggedanken her ist das eine gute Nachricht. Der Shredder, der auf dem Betriebsgelände von Loacker Recycling in Götzis steht, sorgte in den vergangenen Jahren allerdings nicht immer für Freude. Nicht jeder Anrainer wollte ihn dort stehen sehen. Der Wunsch, den Shredder an mehr Stunden pro Woche laufen zu lassen, blieb jedoch. Letztlich entschied der Umweltsenat, dass es für das Vorhaben eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) braucht. Loacker legte den Ausbau vorerst auf Eis.

Nun hat man sich im Unternehmen aber dazu entscheiden, ein UVP-Verfahren der Schrott-Zerkleinerungsanlage durchzuführen. Geplant ist, die Kapazitäten zu erweitern. Denn aktuell steht die Anlage am Dienstag- und Donnerstagnachmittag still. So steht es im alten Bewilligungsbescheid aus den 1980er-Jahren. Die anfallenden heutigen Recyclingmengen würden es aber notwendig machen, auch diese Zeit nutzen zu können, erklärt Projektleiter Christoph Ortner. „In unserer Shredderanlage zerkleinern und sortieren wir regionales Material: Die Firmen wachsen, es fallen immer mehr Schrotte, Metalle und Altstoffe an und auf diese Entwicklung reagieren wir bzw. wollen wir für die Zukunft vorbereitet sein.“ Geprüft werde zudem ein möglicher Einbau eines neuen Abluftreinigungssystems.

Für die Umweltverträglichkeitsprüfung habe man sich nun bewusst entschieden, damit alle Involvierten Parteistellung erhalten und ein noch transparenteres Verfahren möglich werde. Nun werden Expertengutachen erstellt. Die Bevölkerung soll im Zuge von Veranstaltungen über die Kapazitätserweiterung des Shredders und deren Bedeutung informiert werden. VN-reh