Tauziehen bei Volksbanken

Markt / 10.06.2018 • 16:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Westen gegen Osten: Uneinigkeit um Post-Kooperation.

Wien Aufregung herrscht derzeit im österreichischen Volksbankensektor. Das Match heißt Westen gegen Osten, schreiben „Standard“ und „trend“. Die Volksbanken Vorarlberg, Tirol und Salzburg stemmen sich demnach gegen die Volksbank Wien bzw. deren Plan, eine Kooperation mit der Österreichischen Post einzugehen, der ihr bisheriger Bankpartner BAWAG abhanden kam.

Bei der Volksbank-Variante soll sich die Post mit rund 30 Prozent an der Volksbank Wien beteiligen. Mit dem Erlös könnte diese ihre Schulden bei der Republik Österreich zurückzahlen. Von ursprünglich 300 Mill. Euro sind noch 234 Mill. offen. Die westlichen Volksbanken können dem Post-Plan aber nichts abgewinnen. Bei dieser Variante müssten sie noch mehr von ihrer Eigenständigkeit aufgeben. Laut „trend“ ergibt ein von der Volksbank Vorarlberg in Auftrag gegebenes Gutachten, dass die Post-Variante samt Filialschließungen und Auslagerung von Kunden und Kundenbetreuern zur Post den Instituten „nachhaltigen, enormen Schaden“ zufügen könnte.

Am 19. Juni tagt der Aufsichtsrat der Volksbank Wien.