Schweres Gerät und digitale Helfer für die Bauwirtschaft made in Vorarlberg

Markt / 08.04.2019 • 19:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Elektro ist nicht nur auf Straßen Trumpf: Liebherrs batteriebetriebenes Drehbohrgerät und der Elektrobagger von Huppenkothen stoßen bei der Bauma auf großes Interesse. Fa

Vorarlberger Firmen rittern bei größter Baumaschinenmesse der Welt um internationale Kundschaft.

München, Schwarzach Am Montag wurde in München die zweijährlich stattfindende Messe Bauma eröffnet. Auf 614.000 Quadratmeter präsentieren 3702 Aussteller, 91 davon aus Österreich, neun aus Vorarlberg, ihre Innovationen für die Baustelle. Die Eröffnung fand am spektakulärsten Messestand statt – bei Liebherr. Das Unternehmen, das wesentliche Geräte für die Bauwirtschaft in Nenzing fertigt, kann mit weiteren Rekorden aufwarten. Es beansprucht mit 14.401 Quadratmetern die größte Fläche. Der Aufbau des dreistöckigen Messestands dauerte 160 Tage. Liebherr ist auch der Aussteller mit den meisten Mitarbeitern vor Ort: 1500.  Einer davon ist Wolfgang Pfister, Sprecher von Liebherr Nenzing. Die Vorarlberger sind mit sechs großen Baumaschinen und fünf Anbaugeräten vor Ort. Highlight aus Nenzing ist das weltweit erste batteriebetriebene Drehbohrgerät der Welt – das LB 16 unplugged.

Steuerung und Gerät

Vor Ort in München ist aber nicht nur Liebherr präsent. Der Egger Bausoftware-Spezialist Dorner Electronic präsentiert das Update seiner Steuerungsinstrumente. Eine der wichtigsten Innovationen sei, so Firmensprecherin Cornelia Hammerer, der papierlose Lieferschein. Mit rund 50 neue Features im Jahr gewährleiste z. B. die Steuerungslösung Dorner Batch einen reibungslosen Betrieb und optimiere Kosten sowohl bei Transportbeton, Trockenbeton als auch Schüttgütern und Betonfertigteilen. Steuerungs- und Automatisierungslösungen in der Baustoffindustrie präsentiert auf der Bauma das ebenfalls in Egg beheimatete Unternehmen Simma Electronic und hofft nicht nur auf gute Kontakte und Input der Kundschaft, sondern auch auf entsprechende Geschäftsabschlüsse.

Pflicht ist die Leitmesse für einen Europamarktführer wie den Lauteracher Baumaschinenhändler Huppenkothen, der an 38 Standorten in ganz Europa unter anderem Mini- und Kompaktbagger der Marke Takeuchi vertreibt. Die Vorarlberger beschränken sich nicht nur auf den Betrieb: So werden Zubehörteile selbst produziert, auch ein Elektrominibagger, der bei den Baufirmen und bei kommunalen Kunden bereits bei der Präsentation auf großes Echo gestoßen war, wurde mit dem Know-how von Huppenkothen entwickelt.

Egal ob mit einem kleinen Bagger gearbeitet wird oder man mit den Giganten von Liebherr zuwege ist: Sichere Berufskleidung und Arbeitshelme von Pfanner Sicherheitsbekleidung in Koblach werden der internationalen Branche ebenfalls präsentiert. Erwartet werden auf der Messe rund 600.000 Besucher aus der ganzen Welt. Um Aufmerksamkeit buhlen müssen die Vorarlberger mit 3693 anderen Ausstellern.

Das gilt auch für den Hörbranzer Maschinenbauer Diem, der mit seinen kleinen Mischgeräten eine fixe Größe am Bau ist. Und für den Lustenauer Hersteller von Spindelhubgetrieben und Antriebselementen, die Firma Zimm. Die Lauteracher Dorn Lift GmbH stellt ihre Arbeitsbühnen vor, und LCS Cable Cranes aus Sulz verspricht, dass es Baustellen gibt, die ohne ihre Transportlösungen  gar nicht bespielt werden könnten. 

Bauma in Zahlen

9 Vorarlberger Aussteller: Diem Werke, Dorn Lift, Dorner Electronic, Huppenkothen Baumaschinen, LCS Cable Cranes, Pfanner Schutzbekleidung, Simma Electronic, Zimm, Liebherr Nenzing

2 Fußballfelder groß ist das Gelände, auf dem Liebherr seinen dreigeschoßigen Messestand aufgebaut hat und 60 Baumaschinen ausstellt.

13.000 Lkw und über 600 Schwertransporte zum und vom Messegelände in München sind notwendig.