Verbund schafft Nachtstromtarif ab: VKW planen keine Änderung

Markt / 10.05.2019 • 06:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nachtstrom wird beim Aufladen von E-Autos noch bevorzugt. VN/Gasser
Nachtstrom wird beim Aufladen von E-Autos noch bevorzugt. VN/Gasser

Wien, Bregenz Der Verbund verteuert Nachtstrom: Der günstige Tarif wird mit 1. Juni abgeschafft, ab diesem Zeitpunkt bietet der Energieversorger, in dessen Aufsichtsrat seit Kurzem auch der Vorarlberger Unternehmer und Präsident der IV, Martin Ohneberg, sitzt, den Nachtstrom zu denselben Konditionen wie Tagstrom an, allerdings fällt beim Nachtstrom keine Grundgebühr an, hieß es aus dem Verbund. Der preisliche Unterschied zwischen Tag- und Nachtstrom sei heute nicht mehr so stark gegeben, da der größer werdende Anteil an erneuerbaren Energien und hier vor allem die Photovoltaikanlagen für zusätzliches Angebot tagsüber sorgen.

Plus 44 Prozent

Bezieher müssen künftig wie Neukunden für Tagstrom 7,79 Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Umsatzsteuer zahlen, statt 5,40 Cent/kWh bis zur Umstellung der Tarife. Das ist eine Erhöhung um 44 Prozent. Das schockt vor allem Besitzer von Elektrofahrzeugen, die, was für Brancheninsider offenbar eher absehbar war als für die E-Mobilisten, deutlich tiefer in die Taschen greifen müssen. Auch wer eine Erdwärmepumpe besitzt, verliert als Verbund-Kunde den Preisvorteil.

Die Vorarlberger Kraftwerke bieten den Nachtstrom voerst weiter zu einem günstigeren Tarif an. „Bei den VKW ist keine Änderung der Tarifstruktur geplant. Mit der Einführung der intelligenten Stromzähler werden in Zukunft aber zusätzliche, flexible Stromprodukte möglich sein“, informiert der Sprecher des heimischen Stromanbieters, Andreas Neuhauser, auf VN-Anfrage über die Tarifüberlegungen im Land.