Fiat Chrysler will mit Renault weltweiten Autoriesen bilden

Markt / 27.05.2019 • 19:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

London Fiat Chrysler will mit Renault fusionieren und zum weltweit drittgrößten Autohersteller aufsteigen. Der französische Staat, der 15 Prozent an Renault hält, signalisierte am Montag sein Wohlwollen für den Milliardendeal. Auch Renault reagierte mit Interesse auf die Offerte des italienisch-amerikanischen Konzerns.

Fiat Chrysler (FCA) schlug vor, dass beide Unternehmensgruppen je die Hälfte an der neuen Gesellschaft halten. Durch die Fusion erhoffen sich die Konzerne jährliche Einsparungen von fünf Milliarden Euro. Zusammen würden sie auf
8,7 Millionen Fahrzeuge im Jahr kommen. Die Aktien der beiden Hersteller schossen in Mailand und Paris im zweistelligen Prozentbereich in die Höhe.

Aus Sicht von Experten zeigt die Ankündigung von Fiat Chrysler einmal mehr den Druck, den der Wandel in der Branche auf die Hersteller ausübt. Elektromobilität und autonomes Fahren kosten derart viel Geld, dass sich selbst Hersteller vom Kaliber eines Daimler oder BMW keinen Alleingang zutrauen. Dazu kommt im konkreten Fall: Fiat Chrysler braucht dringend einen Technologiepartner, Renault wiederum kämpft gegen das Auseinanderdriften der Allianz mit Nissan und Mitsubishi.