Frastanzer Bier immer beliebter, Erweiterung wird notwendig

Markt / 28.05.2019 • 17:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Frastanzer Bierspezialitäten finden immer mehr Fans. Deshalb braucht Brauereichef Kurt Michelini mehr Platz, allerdings nicht im historischen Sudhaus. VN/RP

Ursprüngliche Pläne für die Erneuerung von Sudhaus und Gärkeller überarbeitet, jetzt soll es einen Neubau mit Sanierung des Bestands geben.

Die Frastanzer Brauerei bereitet derzeit ihre millionenschwere Großinvestition am Hauptsitz in Frastanz vor. Allerdings wird das Vorhaben nicht in der Form umgesetzt wie geplant. Wie Geschäftsführer Kurt Michelini erklärt, habe man die früheren Planungen zur Sanierung von Sudhaus und Gärkeller im denkmalgeschützten Hauptgebäude wieder verworfen. „Es hat sich gezeigt, dass die Vorgehensweise nicht ideal wäre“, so Michelini. Jetzt habe man sich nach erneuter Rücksprache mit Experten dazu entschieden, einen Neubau unter anderem für den Gärkeller und andere Bereiche wie das Lager zu errichten. Dort soll dann auch völlig neue Technik installiert werden.

Baubeginn bestens 2020

Erst nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des Neubaus werde dann der angrenzende historische Altbestand saniert. Aktuell bereite man das Behördenverfahren für den Neubau vor. Bestenfalls könnte man im Jahr 2020 mit der baulichen Umsetzung beginnen. Das Investitionsvolumen stehe derzeit noch nicht fest. Es liege jedenfalls deutlich über einer Million Euro, so Michelini. 

Ein Viertel mehr Tankkapazitäten im Außenlager

Fix ist unterdessen das Investitionsvolumen für zwei neue und jeweils 720 Hektoliter fassende Außenlagertanks. Sie sollen in den kommenden Wochen installiert werden und kosten rund 300.000 Euro. Dadurch werden die Lagerkapazitäten im Außenbereich um ein Viertel erhöht. „Es handelt sich dabei um eine vorgezogene Teilinvestition des größeren Projekts“, so Michelini. Einerseits sei für die Brauerei dadurch mehr Ausstoß möglich und andererseits könne man auch in den absatzintensiven Sommermonaten eine längere Lagerzeit von idealerweise drei bis vier Wochen gewährleisten. „Dadurch sind wir für den Sommer 2019 gerüstet, unabhängig vom genauen Zeitpunkt der Umsetzung des Neubaus.“

Im Juni 2019 findet die Generalversammlung der Brauerei Frastanzer mit ihren rund 1300 Genossenschaftern statt. Dieser Veranstaltung wolle er nicht vorgreifen, sagte Michelini. Man könne jedoch sagen, dass die Brauerei eine positive Entwicklung verzeichne und im Vorjahr sowohl den Bierabsatz als auch die Betriebsleistung gesteigert habe. Derzeit beschäftigt der Getränkehersteller rund 50 Mitarbeiter.