Wo 1904 und 2017 aufeinandertreffen

29.05.2019 • 20:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
weXelerate ist in der Nähe des Dornbirner Bahnhofs angesiedelt. wexelerate
weXelerate ist in der Nähe des Dornbirner Bahnhofs angesiedelt. wexelerate

Startup- und Innovationszentrum weXelerate eröffnet Standort in Dornbirn.

Dornbirn Einen Standort gibt es bereits in Wien, der zweite wird nun in Dornbirn eröffnet. Ab Herbst 2019 ist das Startup- und Innovationszentrum weXelerate auf über 1500 Quadratmeter am Lindengrund beheimatet.

In Wien ist weXelerate seit 2017 und hat bislang 18 österreichische Großunternehmen mit 150 Startups aus allen Teilen der Welt vernetzt. Entstanden ist ein Ökosystem, das Raum für Innovation und Vernetzung ermöglichen soll. Unternehmen wie Palfinger haben dort ihre Innovationsabteilung ausgelagert.

In Dornbirn werden auf vier Stockwerken Großunternehmen und Startups gemeinsam an Innovationsprojekten arbeiten. Der erste Unternehmenspartner ist mit der Bank für Tirol und Vorarlberg (BTV) zugleich Nachbar und Vermieter. „Wir wollten nicht nur vermieten, sondern einen Zusatznutzen stiften“, so Vorstandsvorsitzender Gerhard Burtscher.

Partner mit Handschlagqualität

Die beiden Geschäftsführer von weXelerate, Awi Lifshitz und Dominik Greiner, sowie Standortleiter Viktor Penzinger sind froh, einen starken Partner mit Handschlagqualität gefunden zu haben. „So ein Projekt kann nur funktionieren, wenn es beide Seiten wollen. Somit ist es für uns eine große Motivation.“ Und somit trifft die Bank, die im Jahr 1904 gegründet wurde und vor allem den inhabergeführten Mittelstand betreut, auf Innovation aus dem Jahr 2017.

Vorarlberg sei ein starker Industriestandort mit hidden champions und Weltmarktführern. Zudem herrsche im Land eine Aufbruchstimmung in Sachen Digitalisierung. Viele stünden aber derzeit vor Veränderungsprozessen, die durch die Digitalisierung und damit verbundene neue Mitbewerber und Technologien ausgelöst werden. Dessen Innovationskraft soll mit weXelerate gestärkt werden. „Wir bringen weltweite Innovation nach Vorarlberg“, sagt Greiner. 

Konkret sollen 20 bis 30 Unternehmen in die Büroflächen einziehen. Größere Firmen mit bis zu 30 Mitarbeitern sowie auch kleinere mit vier bis acht Personen. Dazu gibt es ein „Lab“, das Platz für Ausgründungen und projektbezogene Arbeiten bietet. Im Erdgeschoß wird es zudem eine Gastronomie geben.

Der Standort Dornbirn soll jedenfalls nicht der letzte Standort von weXelerate sein, sondern der Startschuss für eine österreichweite Expansion. VN-reh