Mehr Prämien, aber weniger EGT

03.06.2019 • 20:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Präsentierte die VLV-Bilanz: Vorstandsdirektor Klaus Himmelreich. Fa
Präsentierte die VLV-Bilanz: Vorstandsdirektor Klaus Himmelreich. Fa

Wegen schwierigem Börsenjahr Vorsteuerergebnis der VLV 2018 deutlich reduziert.

Bregenz Die Vorarlberger Landesversicherung VLV hat 2018 ein Prämienvolumen von 99,3 Millionen Euro erzielt. Der Löwenanteil entfällt dabei mit 74,7 Millionen Euro Prämienvolumen auf den Bereich Schaden- und Unfallversicherung. Etwa 24,5 Millionen Euro stammen aus dem Bereich Lebensversicherung.

Prämienplus in beiden Sparten

VLV-Vorstandsdirektor Klaus Himmelreich ist mit der Entwicklung der Prämienvolumina im vergangenen Jahr zufrieden. Das gelte nicht nur für den Bereich Schaden und Unfall, wo es ein Wachstum von 4,7 Prozent gab. „Stolz macht uns das Prämienplus von 1,7 Prozent bei den Lebensversicherungen, weil dies völlig gegen einen rückläufigen Markttrend ist.“ Deshalb sei die VLV auch in der Lage, den Versicherungsnehmern für das Vorjahr eine Gewinnbeteiligung von 3,5 Prozent auszuzahlen.

Mit Blick auf die Schadenssituation im abgelaufenen Jahr sagt Versicherungsmanager Himmelreich, dass 2018 „kein schlimmes Schadensjahr“ gewesen sei. „Es gab keine besonders hervorstechenden Schadensereignisse.“ Die Schaden-Kostenquote, unter Fachleuten als Combined Ratio bezeichnet, verschlechterte sich dennoch leicht von 92,6 Prozent auf 93,5 Prozent. Je höher diese Kennzahl ist, desto schlechter ist es aus Sicht der Versicherung. Alles unter 100 ist aber nach wie vor ein Gewinn. 

Schwaches Börsenjahr

Einen deutlichen Rückgang gab es unterdessen beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. So sank das EGT in der nichtversicherungstechnischen Rechnung von vormals 2,4 Millionen Euro auf jetzt 795.000 Euro. Himmelreich begründet diese Verringerung mit dem schwierigen Börsenjahr 2018, das gerade im vierten Quartal vergleichsweise negativ verlaufen ist. Eine Versicherung wie die VLV muss gesetzlich verpflichtend die Prämiengelder der Versicherungsnehmer anlegen. „Gehen dann die Kapitalmärkte zurück, dann geht es auch bei uns zurück“, so Himmelreich. 

Die VLV beschäftigt gegenwärtig rund 200 Mitarbeiter und zählt neben dem Stammsitz in Bregenz elf exklusive Versicherungsagenturen und zwölf Kundenbüros zumeist mit Zulassungsstelle. Im Jahr 2020 feiert die Versicherung ihr 100-jähriges Bestehen. Bis dahin wolle man auch ein Prämienvolumen von zumindest 100 Millionen Euro in den Büchern stehen haben, so Himmelreich. Aufgrund der derzeitigen Entwicklung könnte dies zu schaffen sein, so der VLV-Direktor.

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VLV in Zahlen 2018

Gegründet 1920

Unternehmensform Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (im Besitz der Versicherten)

Vorstand Klaus Himmelreich, Robert Sturn

Mitarbeiter rund 200

Prämien 2018 99,3 Mill. Euro

Beteiligungen u. a. EXACTA-Versicherungsmakler, G2 Investment, Hypo Equity