„Aufarbeitung des Diesel-Skandals dauert noch Jahre“

10.06.2019 • 17:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wolfsburg Die Aufarbeitung des Diesel-Skandals bei Volkswagen und der angestrebte Wandel der Unternehmenskultur werden nach Einschätzung von VW-Rechtsvorstand Hiltrud Werner noch lange Zeit in Anspruch nehmen. „Persönlich denke ich da eher in Zeiträumen von sechs bis acht Jahren“, sagte die im Konzern für den Bereich „Integrität und Recht“ zuständige Managerin.

Werner verglich die Situation des Konzerns mit der eines Patienten: „Ich sehe uns als Volkswagen, was den Diesel-Skandal betrifft, nach einem Herzinfarkt immer noch in einer kritischen Lage“, sagte sie. „Wir bei VW sind nach wie vor auf der Intensivstation.“ Es sei eine große Herausforderung, mit der juristischen Aufarbeitung des Skandals zurechtkommen und parallel das Geschäft vorantreiben.

Ausländische Spezialisten

Zu den hohen Wahlergebnissen der AfD in Ostdeutschland sagte Werner in einem Gespräch mit der Presse: „Leider machen Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit nicht automatisch am Werkstor halt. Wir sind darauf angewiesen, dass auch ein ausländischer Spezialist gerne in unseren sächsischen Standort nach Zwickau – unser Leitwerk für E-Mobilität – geht“, betonte die VW-Managerin, die selbst aus dem Bundesland Thüringen stammt.