Wie klingt Zukunftsmusik?

28.06.2019 • 07:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wie können Mensch und Roboter auf engem Raum sicher zusammenarbeiten? Optische, nicht-trennende Schutzeinrichtungen und der Einsatz eines Schwerlast-Roboters ermöglichen neuartige, wandlungsfähige Fertigungsszenarien. Rainer Bez, Fraunhofer IPA
Wie können Mensch und Roboter auf engem Raum sicher zusammenarbeiten? Optische, nicht-trennende Schutzeinrichtungen und der Einsatz eines Schwerlast-Roboters ermöglichen neuartige, wandlungsfähige Fertigungsszenarien. Rainer Bez, Fraunhofer IPA

Industrie 4.0 verändert die Arbeitswelt. Viele Jobprofile verschwinden, neue entstehen.

Schwarzach Was geht? Was bleibt? Was kommt? Das sind Fragen, die die Menschen im Allgemeinen ständig begleiten, umso mehr aber auch im beruflichen Umfeld. Doch revolutionäre Umwälzungen finden nicht erst heute statt. Schon zu Luthers Zeiten vor gut 500 Jahren revolutionierte der Buchdruck die Welt, und das Leben und Arbeiten in den Städten erhielten damit eine ganz neue Dynamik. Ein paar Jahrhunderte später bescherte die Dampfkraft das neue Zeitalter der Industrialisierung. Die Handarbeit wurde zurückgedrängt, und viele Menschen mussten sich umstellen – bestes Beispiel ist „Mister-Fließband“ Henry Ford. Auch die nächste große Wende, die Digitalisierung, ist bereits angelaufen. Welche Konsequenzen werden sich daraus ergeben?

Lösungen ausdenken

Eines jedenfalls ist bereits Fact: Schon heute sollen 20 Milliarden Gegenstände weltweit miteinander vernetzt sein. Kurz: Die Digitalisierung hat längst die Art zu leben und zu arbeiten verändert. Und es ist nicht verborgen geblieben, dass zwei Aspekte ganz besonders zählen: Geschwindigkeit und Flexibilität.

Mit dem digitalen Wandel verändern sich auch die Strukturen in Unternehmen. Internationale, über alle Kontinente verteilte Teams zählen in vielen Firmen längst zum Alltag. Auch die Rolle der Führungskraft verändert sich. Autoritäre Strukturen verschwinden, Chefs werden Coaches und Berater. Und weil die Anforderungen diffus und immer komplexer werden, braucht es außerdem zahlreiche Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten in einem Team. Aristoteles und sein Zitat „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“ können das Motto zum Erfolg sein.

Doch sieht dieses Ganze den Menschen als Teil der Summe vor? Schenkt man der Studie des niederländischen Bankhauses ING-Diba glauben, werden 18,3 Millionen Arbeitsplätze gefährdet sein. Man kann es den Finnen nicht verübeln, dass sie als erstes europäisches Land mit einem bedingungslosen Grundeinkommen experimentierten. Viele Firmen hingegen suchen immer noch nach einer Strategie, wie sie die Digitalisierung erfolgreich für sich nutzen können. Und es werden nicht die Roboter sein, die sich eine Lösung ausdenken.

 

Wie können Mensch und Roboter auf engem Raum sicher zusammenarbeiten? Optische, nicht-trennende Schutzeinrichtungen und der Einsatz eines Schwerlast-Roboters ermöglichen neuartige, wandlungsfähige Fertigungsszenarien. Rainer Bez, Fraunhofer IPA
Wie können Mensch und Roboter auf engem Raum sicher zusammenarbeiten? Optische, nicht-trennende Schutzeinrichtungen und der Einsatz eines Schwerlast-Roboters ermöglichen neuartige, wandlungsfähige Fertigungsszenarien. Rainer Bez, Fraunhofer IPA