Chemiekonzern BASF schockt deutschen Aktienmarkt

Markt / 13.07.2019 • 09:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
BASF schockte mit einer Gewinnwarnung. AFP
BASF schockte mit einer Gewinnwarnung. AFP

Hypo-Börsenexperte Stefan Schmitt rechnet damit, dass sich die Aufwärtsdynamik in den Sommermonaten abschwächen wird.

Stefan Schmitt

Bregenz Auf den kräftigen DAX-Anstieg der letzten Woche folgte eine Konsolidierungsphase. Die unerwartet heftige BASF-Gewinnwarnung schickte den deutschen Aktienindex DAX am Dienstag zunächst auf Talfahrt. Der Rückgang wurde dann gebremst durch die weit aufgestoßene Türe für eine Leitzinssenkung von Fed-Chef Powell. „Die Unsicherheit um Handelskonflikte und die Sorge um das Weltwirtschaftswachstum lasteten zuletzt auf dem Ausblick für die US-Wirtschaft“, sagte der Notenbanker am Mittwoch. Die Aussage bestätigte aber letztlich nur die Erwartungen an den Finanzmärkten, dass die Fed ihren Leitzins Ende Juli senken wird. Gerechnet wird mit einer Leitzinssenkung um 0,25 Prozentpunkte.

Von Bedeutung für die europäischen Aktienbörsen war auch die Nachricht, dass die die bisherige IWF-Chefin Christine Lagarde wahrscheinlich künftig die Geldpolitik der Eurozone steuern wird. Unter ihrer Führung ist zu erwarten, dass die EZB den Kurs der lockeren Geldpolitik fortführt. Nach der guten ersten Jahreshälfte dürfte der Markt bereits viel Positives vorweggenommen haben, insbesondere in puncto Unterstützung durch die Notenbanken, aber auch im Hinblick auf die Gewinnentwicklung. Zudem steht eine saisonal schwache Börsenphase bevor. Wir rechnen damit, dass sich die Aufwärtsdynamik in den Sommermonaten abschwächen wird. Aufstockungen in einer Korrekturphase machen aber weiterhin Sinn.