Trumps Handelskonflikte führen zur Zinswende in den USA

01.08.2019 • 20:17 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Washington Die Unabhängigkeit ist der US-Notenbank heilig – und doch scheint die von ihr beschlossene Zinssenkung klar von Präsident Donald Trumps Politik angetrieben zu sein. In der Begründung ihrer Entscheidung, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte zu senken, verwies die Federal Reserve (Fed) vor allem auf die von Trump angezettelten Handelskonflikte, die das globale Wirtschaftswachstum bremsen. Besonders der Handelskrieg zwischen den USA und China. „Die von Handelsfragen bestimmte Unsicherheit war größer als erwartet“, so Fed-Chef Jerome Powell zur Begründung. Der Leitzins liegt nunmehr in der Spanne von 2,00 bis 2,25 Prozent. Die weithin erwartete Zinswende ließ die Börse zunächst kalt, dürfte den Märkten und der US-Wirtschaft aber mittelfristig neuen Schwung verleihen.