Milliarden-Euro-Grenze geknackt

13.08.2019 • 20:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In der Bundeshauptstadt ist der Wohnungsmarkt massiv eingebrochen. AFP
In der Bundeshauptstadt ist der Wohnungsmarkt massiv eingebrochen. AFP

Vorarlberger Immobilienmarkt um drei Prozent gewachsen.

Wien, Lauterach Der Vorarlberger Immobilienmarkt verzeichnet im ersten Halbjahr 2019 gegenüber 2018 erneut einen leichten Zuwachs von 2,9 Prozent und realisierte 3134 Immobilientransaktionen. Das Rekordergebnis von 2016 geht sich aber trotzdem um -3,4 % nicht aus. Dem Umsatz der Vorarlberger Immobilieneigentümer tut dies keinen Abbruch, sie lukrieren erstmals mehr als eine Milliarde im Halbjahr aus ihren Verkäufen, exakt 1,015 Mrd. Euro. Das sind um 10,3 Prozent mehr als im Vergleichseitraum 2018.

Minus im Bezirk Bludenz

Die Remax-Experten, die den Immobilienmarkt in ganz Österreich beobachtet haben, berechneten für den Bezirk Bregenz eine Steigerung der Transaktionen von 13,3 Prozent auf 1076 Einheiten und für Feldkirch ein Plus von 1,7 Prozent auf 893. Mit 649 Verkäufen fehlen Dornbirn 0,8 Prozent auf das Vorjahresergebnis und Bludenz mit 516 noch 8,5 Prozent. Der Gesamtverkaufswert der neu verbücherten Immobilien ist im Bezirk Bludenz um 9,2 Prozent unter dem Vorjahresrekord. Dornbirn steigerte um 11,3 Prozent, Feldkirch um 8,7 Prozent und Bregenz sogar um +22,4 Prozent.

Laufende Transaktionen

Die teuerste Immobilie, die im ersten Halbjahr 2019 in Vorarlberg verbüchert wurde, war eine Betriebsliegenschaft in Röthis um 9,4 Mill. Euro. Damit findet man sich im Österreich-Ranking auf Platz 79. Ein Gebäudekomplex in Dornbirn ging um 9 Millionen Euro an neue Eigentümer und ein Gebäude in Vandans um 5,3 Millionen Euro. Lech und Wolfurt teilen sich den fünften Vorarlberger Rang mit einem Immobilien-Kaufpreis von jeweils 5 Mio. Euro für ein Gebäude. Laufende Transaktionen in Vorarlberg werden in den Vorarlberger Nachrichten regelmäßig unter der Rubrik „Grund & Boden“ veröffentlicht.

Verschnaufpause

Der seit Jahren in ganz Österreich anhaltende Boom am heimischen Immobilienmarkt hat im ersten Halbjahr eine Verschnaufpause eingelegt. Die Verkaufszahlen bundesweit sind nicht gestiegen. In den amtlichen Grundbüchern wurden insgesamt 64.171 Verbücherungen verzeichnet, um 730 oder 1,1 Prozent weniger als im Halbjahr 2018, ergab eine Analyse des Maklerverbundes Remax. Allerdings: Obwohl weniger Immobilien verkauft wurden, stieg der Wert.

Das Minus an Transaktionen ist vor allem auf die Bundeshauptstadt zurückzuführen. In Wien sind die Verkäufe in den ersten sechs Monaten um 10,7 Prozent auf 10.445 eingebrochen. Ohne Wien wäre der Immobilienmarkt gewachsen, wenngleich es auch in der Steiermark (-2,1 Prozent) und in Kärnten (-4,6 Prozent) Rückgänge gab.