Ära Loacker im ÖGB endet nach Vierteljahrhundert

Markt / 20.09.2019 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Norbert Loacker ist ein Mann der Tat. Bei Aktionen steht er regelmäßig ganz vorne.VN
Norbert Loacker ist ein Mann der Tat. Bei Aktionen steht er regelmäßig ganz vorne.VN

Im November wird Langzeit-ÖGB-Chef Norbert Loacker sein Amt übergeben.

Feldkirch „Man kann mir nicht vorwerfen, dass ich ein einziges Mal parteipolitisch agiert hätte. Ich habe nie versucht, rote Parteipolitik zu machen. Ich trenne das ganz scharf. Als Gewerkschafter bin ich für die Mitglieder da, da interessieren mich die Farben nicht“, betonte Norbert Loacker in einem VN-Gespräch. Norbert Loacker, seit 1995 Landesvorsitzender des Österreichischen Gewerkschaftsbundes, hat einen Vorarlberger Weg eingeschlagen, der dem Bundes-ÖGB mehr als einmal sauer aufgestoßen ist. Auch die SPÖ als seine Heimatpartei kann ein Lied davon singen. Loacker ist Pragmatiker und hat keine Scheu davor, mit Unternehmern zusammenarbeiten, wenn es der Sache – sprich: den Mitarbeitern – dient. Mit Erfolg, wie viele Sozialpartnerprojekte im Land zeigen.  

Ende des Jahres geht der 66-jährige Loacker bei seinem Langzeitarbeitgeber Grass in Pension, deshalb ist für ihn klar, dass er auch das Amt des ÖGB-Chefs abgibt. Konkret am 13. November wird er das Amt in die Hände von Reinhard Stemer legen. Stemer ist von Beruf Lokführer, Vorsitzender der Gewerkschaft Vida und schon bisher stellvertretender ÖGB-Vorsitzender im Land.