50.000 Touristen nach Thomas-Cook-Pleite in Griechenland gestrandet

Markt / 23.09.2019 • 10:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Allein in Griechenland sind nach der Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook etwa 50 000 Touristen gestrandet.

Allein in Griechenland sind nach der Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook etwa 50 000 Touristen gestrandet. Das sagte Tourismusminister Charis Theocharis am Montag dem griechischen Fernsehsender Skai. Es liefen bereits Maßnahmen, um die Menschen zurück in die Heimat zu bringen. Dies geschehe unter anderem in Abstimmung mit der britischen Regierung, die eine gewaltige Rückholaktion angekündigt hatte. „In den nächsten Tagen werden voraussichtlich 22 000 Thomas-Cook-Kunden abreisen“, sagte Theocharis.

Athen. Auf Kreta, wo sich fast die Hälfte der betroffenen Touristen aufhält, wurden derweil Hoteliers informiert, dass die Kunden zu den geplanten Zeiten abfliegen würden. Es sei nicht nötig, dass sich die Menschen panisch zu den Flughäfen aufmachten, berichtete Skai. Stattdessen sollen die Rückflüge zu den gleichen Zeitpunkten stattfinden wie ursprünglich geplant.

Sorgen bereiten den Hoteliers vor allem die noch ausstehenden Zahlungen des Konzerns. „Es wird unvermeidlich zu Ausfällen kommen“, sagte Theocharis. Sein Ministerium wolle einen Plan ausarbeiten, damit Griechenland nach dem Zusammenbruch des Unternehmens keine Marktanteile verliere.

Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Griechenlands. Laut deutschem Auswärtigen Amt trägt er direkt und indirekt rund 23 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes bei.