„Potenzial ist enorm“

Markt / 18.10.2019 • 19:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Neben der Entwicklung von Softwarelösungen konzentriert sich das Team von BoehlerBrothers auch auf den Aufbau spannender Start-ups. BoehlerBrothers
Neben der Entwicklung von Softwarelösungen konzentriert sich das Team von BoehlerBrothers auch auf den Aufbau spannender Start-ups. BoehlerBrothers

BoehlerBrothers entwickelt digitale Lösungen für alle Branchen.

Dornbirn Von skalierbaren Web-Apps bis zu Machine Learning deckt BoehlerBrothers nahezu alle digitalen Bereiche ab. Von den Brüdern Lukas und Florian Böhler Anfang 2018 gegründet, ist die junge Web- und App-Agentur in kurzer Zeit auf sechs Mitarbeiter angewachsen. Rasch wurden auch die Kunden größer, die aus den unterschiedlichsten Branchen stammen. „Unsere Ambition ist es, für und mit Unternehmen individuelle und vor allem brauchbare Softwarelösungen, Prototypen und Gesamtkonzepte zu entwickeln, um sie an die Spitze der Digitalisierung zu bringen“, meint Lukas Böhler. Das spricht sich herum, denn ohne viel Eigenwerbung klopfen namhafte Unternehmen bei der Agentur an, die im Office- und Coworking-Space Schlosserei in Dornbirn situiert ist. Die Referenzen reichen von Raiffeisen, illwerke vkw, Mohren Bräu bis zu Industriekunden wie Heron, LTW Intralogistics oder auch Escatec Switzerland etc. „Das Potenzial ist enorm und es gibt für jedes Unternehmen Chancen.“

Machine Learning

Mittels Machine Learning können Vorteile und Optimierungen realisiert werden, die durch klassische Lösungen nicht möglich sind. Viele Industrieunternehmen besitzen ausgezeichnete Kompetenzen in der Hardwareentwicklung. In Zusammenarbeit mit BoehlerBrothers finden entsprechende Machine Learning-Anwendungen Eingang in die Hardware und Produkte. Beispielsweise kann ein Roboter dann lernen, Objekte zu identifizieren und zu unterscheiden und eigenständig Lösungen für neue und unbekannte Probleme zu finden. „In diesem Bereich gibt es bereits einige Tools, mit denen man relativ rasch und auf einem hohen Niveau in das Thema einsteigen kann. Dadurch sind wir sehr flexibel geworden bei den Projekten.“ Die verbesserte Technik macht Machine Learning für vielfältige Unternehmensbereiche attraktiv. Dabei legt die Agentur großen Wert darauf, dass ihre Entwicklungen den Nutzern helfen. „Eine App muss zu 100 Prozent intuitiv und einfach bedienbar sein, sie muss die Leute verstehen und nicht umgekehrt. Das ist das Spannende für uns.“

Start-ups kreieren

Einen Teil ihrer Zeit investiert die Agentur in den Aufbau von Start-ups. „In diesem Feld haben wir zunächst einiges selbst ausprobiert. Inzwischen setzen wir mehr Ideen im Rahmen von Kooperationen um. So können wir uns auf unsere technischen Kernkompetenzen konzentrieren und unser Partner sein Know-how, etwa im Marketing, ausspielen.“ Einige Projekte sind in Planung, die nacheinander umgesetzt werden. Ein Beispiel ist das Startup „myGreta“, das demnächst gemeinsam mit Julian Egle und Daniel Aichholzer gelauncht wird. „myGreta“ ist eine Onlineplattform, die Gastronomen und Kunden zusammenbringt. Das Prinzip: Kunden werden zu Influencern, indem sie ein Gratisessen erhalten, es abfotografieren und in ihrer Instagram-Story, inklusive richtigem Tagging, posten. Im Gegensatz zu ähnlichen Plattformen ist jeder bei „myGreta“ willkommen. „Bei uns können es weniger Freunde sein, dafür sind das relevante in der Nähe und somit auch potenzielle Gäste. Der Werbeeffekt und die Onlinereichweite sind deshalb für den Gastronomen wesentlich interessanter.“ Die Idee kommt sowohl bei Gastronomen als auch bei Nutzern gut an.

Lukas Böhler ist schon seit einigen Jahren im digitalen Business unterwegs und machte sich gleich nach seiner Matura selbständig. In seinem vorigen Einzelunternehmen namens Appwerkstatt entwickelte er z.B. die Wetter-App „WeatherWheel“, die mit über zwei Millionen Downloads zu den Top-10-Apps in mehr als 60 Ländern weltweit zählt.