Sparpaket: AUA streicht jede zehnte Stelle

Markt / 07.11.2019 • 12:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
APA

Die Austrian Airlines steht vor einem drastischen Stellenabbau. Von den derzeit rund 7.000 Stellen wird bis Ende 2021 jede zehnte gestrichen. 700 bis 800 Mitarbeiter seien voraussichtlich betroffen, die jährlichen Kosten sollen so um 90 Mio. Euro sinken. Ein Großteil des Stellenabbaus soll über die natürliche Fluktuation erfolgen, geht aus AUA-Unterlagen zur Pressekonferenz am Donnerstag hervor.

Der Sparkurs ist Folge eines harten Preiskampfs am Flughafen Wien. Der AUA drohen deshalb nicht nur heuer, sondern auch 2020 Verluste. „Wir müssen uns neu aufstellen, um im brutalen Wettbewerb gegen die Billigflieger zu bestehen. Die Maßnahmen sind zum Teil schmerzhaft, weil sie uns Substanz nehmen, die wir in den vergangenen Jahren mühsam aufgebaut haben“, erklärte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech.

Die AUA war 2013 nach der Sanierung durch die Lufthansa in die Gewinnzone zurückgekehrt. 2018 betrug der bereinigte operative Gewinn 83 Mio. Euro.

Nach neun Monaten ist der bereinigte operative Gewinn (Ebit) um 85 Prozent, von 110 auf 17 Mio. Euro, eingebrochen. In den Sommermonaten, dem dritten Quartal, lag das Ergebnis bei 70 Mio. Euro, um 33 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums.

„Die Billigflieger-Schwemme und die gestiegenen Kerosinkosten drücken auf die Ticketpreise und somit auf unser Ergebnis“, erklärte Jani. Der AUA-Vorstand verschärft deshalb seinen Sparkurs.