Das Christkind ist heuer sparsamer

Markt / 18.11.2019 • 08:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der regionale Handel setzt auf Weihnachtstimmung vor Ort, auf Beratung und individuelle Angebote. FA/MITTELBERGER

Die Konsumenten wollen heuer weniger ausgeben. Der Handel will mit Beratung punkten.

Schwarzach Der Kuchen, den es heuer zu Weihnachten für den Handel gibt, ist kleiner. Dies ganz real, denn die Österreicher wollen, so eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Demox unter 1000 Österreichern, heuer weniger Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Aber nicht nur der Kuchen wird kleiner, auch die Kuchenstücke müssen unter mehr Marktteilnehmern verteilt werden. Wobei der Onlinehandel von Jahr zu Jahr ein größeres Stück für sich holt. Von den rund zwei Mrd. Euro, die heuer für Weihnachtsgeschenke ausgegeben werden sollen, fließen laut der Untersuchung der Universität Linz ca. 360 Mio. Euro, also bereits 18 Prozent, in den Internet-Einzelhandel. In Vorarlberg wird das Onlinevolumen mit rund 15 Millionen Euro beziffert. Rund 200 Mill. Euro wandern österreichweit zu internationalen Giganten wie Amazon und Zalando.

24 Euro weniger

Online oder vor Ort: Insgesamt wollen heuer 87 Prozent der Österreicher Weihnachtsgeschenke kaufen. 16 Prozent von dieser Gruppe haben bereits im Oktober oder noch früher damit begonnen. Die meisten, 48 Prozent, starten jetzt, im November, in den Präsentetrubel, 33 Prozent im Advent und drei Prozent sind absolute Last-Minute-Shopper. Ausgeben wollen die Österreicher im Schnitt 365 Euro und damit um 24 Euro weniger pro Kopf als noch 2018. In Vorarlberg dürften dieser Prognose zufolge die Ausgaben etwa gleich bleiben wie 2018.  „Die Menschen warten ab, ob die Konjunktur in Österreich tatsächlich einen Abschwung erfährt. Das macht sich bei den Konsumausgaben bemerkbar“, so Paul Unterhuber, Geschäftsführer von Demox Research.

Die meisten Christkindle, genau 32 Prozent, lassen den Liebsten die Wahl und verschenken Gutscheine. Vergleicht man den Anteil mit 2018, sind Gutscheine aber nicht mehr ganz so beliebt (36 Prozent). Spielwaren verschenken 24 Prozent an Kinder und Enkel, 22 Prozent verschenken Bargeld. Auch Parfumerieartikel, sie werden von 19 Prozent verschenkt, und Kleidung (13 Prozent) landen unter dem Christbaum. Fast jeder Zehnte wählt Uhren oder Schmuck, Elektronik, Haushalts- oder Multimediaartikel.

Erwartungen des Fachhandels

Auch wenn heute alles im Internet angeboten wird, das emotionale Erlebnis einen Brillantring schillern zu sehen oder eine Uhr an der Hand zu spüren, kann online nicht vermittelt werden. Ein entscheidender Vorrteil ist auch die Beratung und unser Service für alle unsere Produkte. Anna-Lena Hollfelder, Präg Dornbirn

Die Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft sind hoch, wir freuen uns aber, wenn wir die Umsätze des letzten Jahres halten können. Für viele Kunden ist es wichtig, beraten zu werden. Im Trend sind Bionaturspielwaren aus Holz oder aus Kunststoffalternativen wie Zuckerrohr.  Axel Juriatti, Spiel + Freizeit Juriatti, Bürs

Weihnachten ist für unsere Branche die wichtigste Zeit. Weil online alle Mainstreamnarken präsent sind, bieten wir bei Düften besondere Marken an. Bei Sets können wir diese individuell gestalten. Ein Bestseller sind Gutscheine für unsere Pflegeangebote. Andre Le Duigou, Le Duigou Parfümerie und Kosmetik