Dornbirner Batteriehersteller braucht mehr Platz

Markt / 21.11.2019 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Batteriewerk in Dornbirn-Schwefel werden jährlich rund 50.000 Batteriepacks auf Lithium-Ionen-Basis hergestellt. FA

Das Dornbirner Batteriewerk Akku Mäser braucht eine größere Halle.

Dornbirn Die Firmengruppe Akku Mäser profitiert von der vor wenigen Jahren eingeschlagenen Strategie, sich neben dem bisherigen Handelsgeschäft immer  stärker auf die Produktion von Batterien und Batteriepacks zu konzentrieren. Mittlerweile betreibt das Unternehmen in Dornbirn-Schwefel eine Batteriefabrik, in der jährlich rund 50.000 Batteriepacks auf Lithium-Ionen-Basis produziert werden. Wie Geschäftsführer Christopher Schöpf erklärt, sei man mittlerweile in Österreich der größte Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien und rangiere in Europa unter den Top Fünf. Die Herstellung von Batterien ist nicht mit der Herstellung von Batteriezellen zu verwechseln. Die Zellen werden von Akku Mäser zugekauft.

Kundenspezifisch produziert

Bei den Batteriepacks von Akku Mäser handle es sich zu einem Viertel um Standardprodukte. Der Löwenanteil entfalle allerdings auf kundenspezifisch entwickelte Batterien, so Schöpf. Diese kommen in der Industrie und im Bereich Elektromobilität von Sonderfahrzeugen zur Anwendung. Zu den Kunden gehören insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Luftfahrt (Drohnen), Logistik, Medizin und Sicherheit (Feuerwehrautohersteller Rosenbauer) sowie Hersteller von selbstfahrenden Roboterfahrzeugen und Forsterntemaschinen.

Auch ein großer europäischer Baugerätehersteller zählt zu den Kunden, so Schöpf. Für ihn werden Ladegeräte hergestellt. Neben der Batterieproduktion entwickelt Akku Mäser auch die Software, die zur Steuerung der Batterien notwendig ist. Das gilt etwa für Akkus in E-Bikes, erläuterte Schöpf.

Personal fast verdreifacht

Die zunehmende Bedeutung der Batterieproduktion ist auch daraus ersichtlich, dass die Akku Mäser GmbH im März 2019 eine eigene Produktionsgesellschaft gegründet hat. An diesem Unternehmen hält Schöpf etwas mehr als 66 Prozent der Anteile, ein Drittel entfällt auf die Akku Mäser GmbH. Im vergangenen Jahr wurden zudem die Produktionsflächen im Gebäudebestand auf Kosten des Lagers um zwei Drittel vergrößert und der Personalstand in der Produktion von drei auf acht Mitarbeiter fast verdreifacht. „Dadurch konnten wir die Kapazität mehr oder weniger verdoppeln.“ Zudem habe man in eine moderne Prüftechnik investiert. Insgesamt seien mehr als 100.000 Euro für die Adaptierungen aufgewendet worden.

Die Auftragslage bezeichnet Schöpf als ausgesprochen gut. Wenn die Entwicklung so weitergehe, dann müsse man damit rechnen, dass die Kapazitäten innerhalb eines Jahres wieder am Anschlag seien. „Deshalb suchen wir eine zusätzliche Halle mit einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern, um dort die Batterieproduktion ausweiten zu können.“

Akku Mäser

Geschäftsführung Christopher Schöpf

Umsatz 2018/19 6,5 Millionen Euro, Umsatz 2017/18 5,6 Mill. Euro

Mitarbeiter insgesamt 35, davon 15 in der Produktion

Stammsitz Dornbirn, Standorte in Vösendorf, Linz und Innsbruck