Finanzen als Motor

Markt / 13.12.2019 • 22:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Judith Hartmann ist CFO des Energieversorgers Engie. reuters
Judith Hartmann ist CFO des Energieversorgers Engie. reuters

Vorarlbergerin Judith Hartmann als Finanzvorständin des Jahres in Frankreich ausgezeichnet.

Paris Eine große Ehre wurde der gebürtigen Vorarlbergerin Judith Hartmann (50) zuteil. Die Finanzvorständin des Energieversorgers Engie wurde in Paris als CFO des Jahres in Frankreich ausgezeichnet. Damit ist sie erst die dritte Frau, die diese Auszeichnung bekommen hat, und überhaupt die erste Nicht-Französin. Die Trophäe wurde ihr vom Ehrengouverneur der Bank von Frankreich, Jean-Claude Trichet, im Namen der Vereinigung der französischen Finanzvorstände überreicht.

Die Karriere von Judith Hartmann liest sich beispielhaft. Nach ihrem Master-Abschluss in International Business Administration und dem Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften der Wirtschaftsuniversität Wien zog es sie danach ins Ausland. Zunächst nach Kanada, wo sie für die Transportabteilung der Regierung von Ottawa arbeitete. Später kam sie nach Frankreich zur Finanzverwaltung von Walt Disney Europe. Die Engagements bei General Electric und dem Medienkonzern Bertelsmann führten sie unter anderem nach Belgien, Brasilien und Deutschland. 2015 wurde Judith Hartmann Finanzchefin des französischen Energieversorgers GDF Suez, der sich später in Engie umbenennt. Ihr Erfolgsrezept: „Ich sage meinen Teams immer: Unsere Aufgabe ist es, aktiv an der Definition und Erreichung von Zielen mitzuwirken und nicht nur die Ergebnisse aufzuzeichnen. Ich sehe Finanzen nicht nur als Zahnrad, sondern als Motor“, sagte Judith Hartmann anlässlich der Verleihung.

Milliardenunternehmen

Ihre berufliche Tätigkeit lässt sich dabei auch mit beeindruckenden Zahlen illustrieren. Engie SA erzielte im Jahr 2018 einen Umsatz von 60,6 Milliarden Euro (+ 1,7 Prozent). Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 4,7 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro.