Falsches Verständnis: Neuer Landesraumplan für Adler Moden

Markt / 18.12.2019 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Aufgrund eines falschen Verkaufsflächenbegriffsverständnisses muss nun ein neuer Landesraumplan für Adler Moden erlassen werden. VN/Stiplovsek

Bestehendes EKZ in Hard braucht einen neuen Landesraumplan.

Hard Weil die Marktgemeinde Hard aufgrund eines falschen Verkaufsflächenbegriffsverständnisses zu wenig Verkaufsflächen für das Geschäft von Adler Moden im Gewerbegebiet In der Wirke beantragt hat, muss der Landesraumplan jetzt rechtlich repariert werden. Dadurch werden sich die Verkaufsflächen von 1500 auf 1700 Quadratmeter erhöhen, auch wenn baulich alles gleich bleibt.

Im Mai 2016 eröffnete Adler Moden einen neuen Standort im Gewerbeareal In der Wirke in Hard. Wie sich jetzt allerdings herausstellt, passt der 2013 von der Marktgemeinde Hard für diesen Handelsstandort beantragte und dann vom Land Vorarlberg erlassene Landesraumplan nicht zu den aus juristischer Sicht tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort. Das Problem: Der von Hard damals angeregte Umfang der gewünschten Verkaufsflächen für diese Geschäftsflächen ist zu gering und zwar gleich um 200 Quadratmeter.

„Neues Verfahren“

Aus diesem Grund läuft aktuell bei der Landesregierung ein neues Verfahren zur Erlassung eines Landesraumplans für die Verkaufsflächen. Der Auslöser dafür dürfte im Harder Rathaus zu suchen sein, denn im Erläuterungsbericht für das nunmehrige Verfahren steht zu lesen: „Aufgrund eines falschen Verkaufsflächenbegriffsverständnisses (Anmerkung: Es wurde angenommen, dass Flucht- und Wegeflächen, Kabinen, Kassenzonen und Tresenbereiche von der Verkaufsfläche abzuziehen sind) wurde seitens der Marktgemeinde 2013 lediglich eine Verkaufsfläche von 1500 Quadratmeter anstatt der benötigten Verkaufsfläche von 1700 Quadratmeter angeregt.“

Mehr als zwei Jahre nach der Eröffnung regte Hard folglich im Oktober 2018 an, einen neuen Landesraumplan mit 1700 Quadratmeter Verkaufsflächen zu erlassen, und zwar wie zuvor für sonstige Waren, nicht jedoch für Lebensmittel. Jetzt, ein weiteres Jahr später, startete offiziell das Verfahren für einen neuen Landesraumplan.

Durch die geplante, rein rechtliche Erhöhung der Verkaufsflächen ergeben sich keine Änderungen beim Gebäude, den Parkflächen oder der Verkehrsführung. Die zusätzliche Fläche liege auch unter jener Grenze, bei der eine Umweltprüfung notwendig wäre.