Letzte Steuertipps zum Jahresende

Markt / 30.12.2019 • 10:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bausparen bleibt bei den Österreichern weiter beliebt. <span class="copyright">APA</span>
Bausparen bleibt bei den Österreichern weiter beliebt. APA

Steuerexperte Peter Bahl zu Zukunftsvorsorge und Aktienverkäufen.

Rankweil Wer in die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge heuer noch mindestens 2875,18 Euro investiert, erhält die mögliche Höchstprämie für 2019 von 122,19 Euro. Die prämienbegünstigten Einzahlungen können auch für jedes Kind getätigt werden. Als Bausparprämie bekommt man, wie in den Vorjahren, für den maximal geförderten Einzahlungsbetrag von 1200 Euro pro Jahr noch 18 Euro.

Für alle Verkäufe von Aktien und sonstigen Kapitalanlagen fällt für das sogenannte Neuvermögen die Wertpapiergewinnsteuer von 27,5 Prozent an. Zum Neuvermögen zählen alle seit dem 1. 1. 2011 erworbenen Aktien und Investmentfonds, sowie alle anderen ab dem 1. 4. 2012 entgeltlich erworbenen Kapitalanlagen (insbesondere Anleihen und Derivate). Verluste aus der Veräußerung von Kapitalanlagen können auch mit Dividenden und Zinsen aus Anleihen, jedoch nicht mit Sparbuchzinsen ausgeglichen werden.

Wenn bei verschiedenen Banken Wertpapierdepots oder zB mit der Ehefrau ein Gemeinschaftsdepot bestehen, müssen Bescheinigungen für den Verlustausgleich angefordert werden. Im Rahmen der Steuererklärung können dann nicht verwertete Verluste mit positiven Einkünften aus anderen Depots ausgeglichen werden. Auch außergewöhnliche Belastungen zB für die Anerkennung von Krankheitskosten sind noch 2019 zu bezahlen, wenn diese steuerlich anerkannt werden sollen. Steuerwirksam werden solche Ausgaben leider erst dann, wenn sie insgesamt einen vom Einkommen und Familienstand abhängigen Selbstbehalt (der maximal 12 Prozent des Einkommens beträgt) übersteigen.