Warum US-Wahljahre meist gute Börsenjahre sind

Markt / 11.01.2020 • 11:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Inzwischen hat sich das Risiko einer unmittelbaren Eskalation des Konfliktes angesichts der begrenzten Angriffe der Iraner auf die US-Ziele im Irak wesentlich reduziert. AP

Börsenexperte Jürgen Rupp über die US-Börsen.

Jürgen Rupp

Bregenz Das vergangene Jahr 2019 zählt zu einem der besten der vergangenen Börsenjahre. Rund 30 % legte der breite US-Aktienmarkt zu, die US-Technologie-Börse NASDAQ nahezu 40 %, und auch in Europa konnten die Aktienindizes mehr als 25 % Kursanstieg verbuchen. Auch gleich zum Jahresauftakt stiegen die Aktienkurse zunächst kräftig an. Gleich am zweiten Handelstag gab es aber bereits einen Dämpfer. Die Sorge vor einem eskalierenden Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgte für einen spürbaren Kursrücksetzer. Inzwischen hat sich das Risiko einer unmittelbaren Eskalation des Konfliktes angesichts der begrenzten Angriffe der Iraner auf die US-Ziele im Irak wesentlich reduziert. Die Aktienmärkte reagierten auf die Entspannung mit deutlichen Kursanstiegen.

Betrachtet man Faktoren wie die nach oben zeigende Trendwende in der globalen Industriekonjunktur sowie der weiterhin expansiven globalen Notenbankpolitik, sollten die internationalen Aktienmärkte von fundamentaler Seite weiter gut unterstützt bleiben.

Auch die letzten wichtigen Entscheidungen in Sachen Handelskonflikt USA-China sowie dem Brexit sind jüngst von den Anlegern weitgehend positiv aufgenommen worden. Zudem sind Wahljahre zur US-Präsidentschaft meist auch gute Börsenjahre. So stiegen die im US-Aktienindex S&P-500 zusammengefassten Aktien in den Jahren einer Präsidentschaftswahl seit 1926 durchschnittlich um elf Prozent. Trotzdem sind die Aktienmärkte keine Einbahnstraße, und so muss auch in diesem Jahr mit kurzfristigen Korrekturen gerechnet werden.