Gastina Frastanz schließt: 120 Arbeitsplätze weg

Markt / 22.01.2020 • 15:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Gastina in Frastanz ist eine Tochter der Schweizer Migros. FOTO: FIRMA

Lebensmittelproduzent Gastina schließt Produktion in Frastanz. Sozialplan für Mitarbeiter.

Frastanz Die Bischofszell Nahrungsmittel AG, eine hundertprozentige Tochter des Schweizer Genossenschaftskonzerns Migros, schließt das Tochterunternehmen Gastina in Frastanz. Man richte die Produktionsstruktur auf neue Marktbedingungen aus und stelle im Rahmen der Anpassung die Geschäftstätigkeit der Gastina GmbH in Frastanz ein. Von der Schließung sind 120 Mitarbeiter betroffen, für die ein Sozialplan erstellt wird, heißt es in einer Mitteilung des Schweizer Mutterunternehmens. Der Prozess soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. 

Die anspruchsvollen Marktbedingungen, insbesondere der steigende Preisdruck und neue Geschäftsmodelle erfordern eine permanente Optimierung der Lebensmittelproduktion. Unter diesen Voraussetzungen könne die Wirtschaftlichkeit des Produktionsbetriebs Gastina GmbH nicht nachhaltig aufrechterhalten werden. Daher erfolge die Einstellung der Geschäftstätigkeit im Lauf dieses Jahres. Für die 120 Mitarbeiter der Gastina GmbH wird ein Sozialplan ausgearbeitet und ein Jobcenter eingerichtet.

Die Gastina GmbH gehört seit 2009 zur Bischofszell Nahrungsmittel AG (BINA), die über 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Der Frastanzer Betrieb produziert noch Fertiggerichte, gefüllte Pasta gekühlt und tiefgekühlt sowie gebratenes Fleisch und Saucen für den europäischen Markt. Der Betriebsstandort in Frastanz bringt seinen Betreibern kein Glück. Schon der frühere Betreiber, die Firma Ospelt (Malbuner) , die am Produktionsstandort Frastanz Tierfutter produzierte, strich 2007 die Segel, weil sich der wirtschaftliche Erfolg trotz zahlreicher Umstrukturierungen nicht eingestellt hatte.