Seilbahnspezialist zieht von Sulz nach Lorüns

Markt / 29.01.2020 • 18:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Beim ehemaligen Zementwerkareal in Lorüns soll der neue Firmensitz des Seilbahnbauers LCS Cable Cranes entstehen. LCS LORÜNS

Baustart für neuen Firmensitz der weltweit tätigen LCS Cable Cranes erfolgt.

LORÜNS Die Arbeiten für den Neubau des zukünftigen Firmensitzes des Seilbahnbauers LCS Cable Cranes GmbH beim ehemaligen Zementwerkareal in Lorüns sind angelaufen. „Am bisherigen Firmensitz in Sulz ist der Platz begrenzt und somit ein Wachstum nicht möglich“, sagt der LCS-Geschäftsführer Christoph Ludescher. „Das Areal in Lorüns eignet sich optimal, um den Erweiterungsbedarf für unser Unternehmen abzudecken und unsere Wachstumspläne zu unterstützen. Wir schaffen in Lorüns für unsere Mitarbeiter ein modernes und lichtdurchflutetes Ambiente.“

10 Millionen Euro

„Wir haben gemeinsam ein einzigartiges Bauvorhaben entwickelt, das die Arbeitsprozesse der LCS optimal unterstützt und höchste Qualitätsansprüche nachhaltig umsetzt“, erläutert Andreas Nussbaumer, Projektleiter bei Goldbeck Rhomberg. Der Industriebauspezialist Goldbeck Rhomberg ist für die Umsetzung des Bauvorhabens verantwortlich. Die Investitionssumme am neuen Standort beträgt 10 Millionen Euro. Bauherr ist der LCS-Gesellschafter Rudolf Knünz.

„Die Hälfte des rund 24.000 Quadratmeter großen Areals wird von uns selbst genutzt, die verbleibende Fläche wird bis zur Erweiterung aus Eigenbedarf vermietet“, führt Ludescher weiter aus. Die Fertigstellung des Gebäudes mit rund 3000 Quadratmetern Produktions- und Lagerfläche sowie rund 1500 Quadratmetern Bürofläche erfolgt im Dezember 2020.

International tätig

Die LCS Cable Cranes aus Sulz ist ein international erfolgreicher Nischenplayer, entstanden aus der Fusion des Seilwindenbauers Gantner mit der Ludescher Cable Cranes, die Forstseilbahnprojekte abgewickelt hat. Seit über 50 Jahren löst die LCS schwierige Transportaufgaben in unwegsamem Gelände. Ob bei der Errichtung von Pipelines in Hanglage, bei Staudammbauten, Gebirgsbaustellen, der Konstruktion von Brücken und in der Forstwirtschaft – die modularen Seilkransysteme der LCS bieten umweltschonende und individuelle Komplettlösungen zum Transport von Schwerlasten. Es werden Anlagen von bis zu 30 Tonnen Nutzlast und einer Länge von 3000 Metern gebaut.

LCS agiert weltweit von Asien über Europa bis nach Süd- und Nordamerika, wobei die Sicherstellung der Nachhaltigkeit ein vordergründiges Ziel ist. Bei der Montage einer Materialseilbahn muss nur eine schmale Schneise für die gewünschte Strecke gezogen werden. Dadurch kann auf den Straßenbau oder die Abholzung von Bäumen verzichtet werden. Die Anlagen können mit einer elektrohydraulischen Seilwinde betrieben werden, welche Energieüberschüsse ins bestehende Stromnetz rückspeisen kann.

52 Mitarbeiter

Derzeit beschäftigt die LCS 52 Mitarbeiter in den Bereichen Konstruktion, Vertrieb, Projektmanagement, Zerspanung, Montage, Stahlbau und Lager. Am neuen Standort ist ein kurzfristiger Aufbau auf über 60 Mitarbeiter geplant.