Kritik hat gewirkt: E-Card-Schikane wird entschärft

Markt / 31.01.2020 • 22:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Damit das Foto auf der E-Card richtig ist, wird größter Aufwand betrieben.  APA
Damit das Foto auf der E-Card richtig ist, wird größter Aufwand betrieben.  APA

Schildbürgerstreich und Schikane. E-Card für ausländische Mitarbeiter nun einfacher zu erlangen.

Feldkirch Wirtschaftskammer-Präsident Hans Peter Metzler schlug vergangene Woche in einem VN-Bericht Alarm, die Tourismusbranche stand geschlossen hinter ihm. Denn neu anzustellende ausländische Mitarbeiter mussten bisweilen eine Tagesfahrt nach Feldkirch auf sich nehmen, damit sie die neue E-Card mit Foto erhalten (WKV. Seine Kritik an den bürokratischen Hürden wrude auch in Wien gehört und zeigt rasch Wirkung.

Zusätzliche Registrierung

„Unser Aufschrei aus dem Westen wurde gehört. Der Innenminister persönlich hat sich um eine Lösung bemüht“, betont Metzler. Durch seine Intervention werden nun zusätzliche Registrierungsstellen bei den Bezirkspolizeikommandos Bregenz und Bludenz eingerichtet. Damit soll der erhöhte saisonale Bedarf besonders in den Tourismusregionen abgedeckt werden.

Metzler: „Gleichzeitig wird nach unserer Information eine Gesetzesänderung angeregt werden, mit dem Zweck einer Zuständigkeitsänderung, wonach hinkünftig nicht mehr die Landespolizeidirektion, sondern der Hauptverband der Sozialversicherungsträger die Zuständigkeit übernehmen soll.“ „Wir werden jedenfalls genau beobachten, inwieweit diese neue Lösung in der Praxis funktioniert“ bleibt der Präsident wachsam.

Es könne nicht sein, dass durch die neue E-Card mit Foto, deren ursprünglicher Zweck die Eindämmung des Missbrauchs war, ein bürokratisches Monster für Betriebe und deren Mitarbeiter geschaffen werde, gibt der Interessenvertreter zu bedenken.