Female Future Festival geht in die zweite Runde

Markt / 05.02.2020 • 21:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bei der Premiere 2019 kamen rund 700 Teilnehmerinnen ins Festspielhaus. VN/STEURER

Event soll Frauen in ihren beruflichen Ambitionen bestärken und ermutigen.

Bregenz Die Premiere hatte es in sich. Eine stolze Zahl von 700 Teilnehmerinnen kam im vergangenen Jahr zum Female Future Festival ins Bregenzer Festspielhaus.

Nun steht die zweite Auflage an. Am 18. März laden Verena Eugster und Patricia Zupan (W3 Marketing) zum Event, bei dem sich alles um Job und Karriere, Erfolg, Veränderung und Innovation dreht. Einen Tag der Inspiration, nennen es die Veranstalterinnen, die mit ihren Formaten wie dem Frauenlauf oder dem BusinessRun im Jahr Tausende Menschen bewegen. „Beim Female Future Festival geht es uns um Empowerment von Frauen, aber immer im beruflichen Kontext“, erklärt Zupan im VN-Gespräch.

Glück und Erwartungen

So spricht Maike van den Boom darüber, ob glücklichere Menschen auch die erfolgreicheren sind, und Inga Höltmann darüber, wie man in Zukunft arbeiten wird. Anna Loibner (Permakultur Azura), Fabienne Gehrer (Gemüse Gehrer) und Lisa Blum (Alpla) widmen sich dem nachhaltigen Leben und Arbeiten und Maren Wölfl dem Spagat zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und Egoismus. Katrin Stauffer war früher Bankerin und ist heute Minenentschärferin im Kongo. Sie berichtet zusammen mit Edith Klinger (ediths) über die Entschärfung schwieriger Situationen.

Mit Claudia Müller steht eine Finanzexpertin auf dem Podium, mit Sandra Abt (Alpenherz), Mona Mayr (Langhaarmädchen), Anna Sophie und Lisa Marie Beck (Lanasia) vier Unternehmensgründerinnen und mit Tanja Peters eine Frau, die zu mutigeren Entscheidungen im Beruf aufruft.

 Patricia Zupan und Verena Eugster veranstalten das Festival, das auch einen Ableger in Wien hat. <span class="copyright">VN</span>
Patricia Zupan und Verena Eugster veranstalten das Festival, das auch einen Ableger in Wien hat. VN

Aber es stehen nicht nur Frauen auf der Bühne. Robert Franken spricht beim Female Future Festival über Chancengleichheit, Massimo Andriolo über Innovation, Ex-Politiker Matthias Strolz über Selbstentfaltung und Wouter Meyers (Firma Blum) zusammen mit Monika Lutz (Familienfreundliche Betriebe) über seine Erfahrung mit der Väterkarenz.

Für ambitionierte Frauen

Die Frage, ob es ein eigenes Format für Frauen braucht, beantwortet Verena Eugster mit einem klaren Ja. „Wir wollten hier alle ambitionierten Frauen abholen, sie ermutigen und durch positiv besetzte Zukunftsthemen inspirieren. Wir wollen einen Beitrag leisten, dass sie ihre beruflichen Potenziale entdecken. Schließlich ist das für die künftige Entwicklung der Unternehmen im Land enorm wichtig. Aber wir schließen niemanden aus.“ Das heißt, auch Männer sind herzlich willkommen.

Abgerundet wird der Tag mit Masterclasses und Diskussionspanels. Zudem gibt es vor Ort eine Kinderbetreuung. Zum ersten Mal werden heuer Frauen, die viel geleistet, vorangetrieben oder neu ins Leben gerufen haben, mit dem Female Future Award ausgezeichnet. „Die Bewerbungsfrist läuft noch den ganzen Februar“, fordert Zupan dazu auf, Vorschläge für engagierte Frauen einzubringen.